der Geschichte der Menschheit. 2-ä
der Kaiser flieht: Balduin Graf von Flandern wirdzu Konstantinopel ein lateinischer Kaiser; Beute undReich werden getheilt, und den reichsten Thcil diesesRaubes am adriatischen, schwarzen und griechischenMeere erhalten die Venetianer. Der Anführer desZuges wird König von Eandia (i2n5), welche Inseler seinen habsüchtigen Bundsgenossen auch verkaufte;statt der Lander jcnscit des Bosporus wird er Königzu Thcssalonich. Es entsteht ein Fürstemhum Acha-ja, ein Herzoqthum Athen, vier Französische Baro-ne ; reiche Edle aus Venedig erwerben sich ein Her-zogthum Naxos, Negropont; es wird ein Psalzgrafvon Zante und Eephalvnia; das griechische Kaiser-lhum geht wie ein schlechter Raub an die Meistbie-tenden über. Dagegen errichten Abkömmlinge desgriechischen Kaiserstammes ein Kaiserthum zu Nicaa,(1204), ein Herzoqthum Trapezunt, das sich in derFolge auch Kaiserthum nennet, eine Despotie, nach-her auch Kaiserthuin genannt, in Epirus. Da denneuen lateinischen Kaisern zu Konstantinopel so we-nig übrig geblieben war, so konnte sich dies schwa-che und gehastete Reich kaum fünfzig Jahre erhal-ten (1261); die Kaiser von Nicaa bemächtigten sichder alten griechischen Kaiserstadt wieder, und zuletztkamen alle diese durch Abenteuer erworbene Besitz-thümer in die Hände der Türken.
Der fünfte Kreuzzug, von Ungarn undDeutschen geführt, war gar unkraftig (1217).Drey Könige, von Ungarn, Eypern und ein Titelkö-nig von Jerusalem, mit den Großmeistern der Ritteror-den hatten den Berg Tabor umringt, die Feinde einge-schlosscn, den Sieg in Händen; Zwietracht und Eifer-
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