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218 Ideen zur Philosophie
Schon in den Zeiten der Unwissenbeit, wie sieihre altere Geschichte nennen, hatten sic sich ober-halb ihrer Halbinsel Verbreiter, in Irak und Syrienkleine Reiche angelcget; Stamme von ihnen wohn-ten in Aegypten; die Abifmier stammten von ih-nen her; die ganze Afrikanische Wüste schien ihrErbtheil. Vom großen Asien war ibre Halbinseldurch die Wüste gctrennet, und damit den häufigenZügen der Eroberer der Weg zu ihr versagt: sieblieben fre», und stolz auf ihre Abkunst, auf denAdel ihrer Geschlechter, auf ihre unbczwungene Ta-pferkeit , und ihre unvcrmischte Sprache. Dabeywaren sie dem N ittelpunkt des süd - und östlichenHandels, michin der Kunde aller Nationen nahe,die diesen Handel trieben; an dem sie denn auchnach der glücklichen Lage ihres Landes selbst Antheilnehmen konnten und mußten. Frühe also entstandhier eine geistige Kultur, die am Altai oder Ural nichtentstehen konnte; die Sprache der Araber bildete sichzu einem Scharfsinn bildlicher Reden und Wcis-heitchrüche lange vorher, ehe sie solche zu schreibenwußten. Auf ihrem Sinai hatten die Ebraer ihrGesetz empfangen und fast immer unter ihnen ge-wöhnet; sobald Christen entstanden und sich untereinander verfolgten, wandten sich auch ChristlicheSekten zu ihnen. Wie anders also, als daß ausder Mischung Jüdischer, Christlicher und eignerStammesideen unter einem solchen Volk, in einersolchen Sprache, zu rechter Zeit eine neue Blütheerscheinen, und wenn sie hervortrat, von der Erd-spitze zwischen drei, Weltthcilen, durch Handel, Krie-ge, Züge und Schriften die größestc Ausbreitung ge-winnen mochte? Die duftende Staude des arabi-