der Geschichte der Menschheit. > 5 /
warts ward Naddod im Sturm mich Island gewor-fen (861.), und entdeckte diese Insel (876,), die baldein Zufluchtsort der edelsten Stämme uns Norwegen,(gewiß des reinsten Adels in Europa,) eine Erhalte-rin und Vermehrerin der nordischen Lieder und Sa-gen, ja über drcyhundert Jahre lang der Sitz einerschonen, nicht unkultivirten Freoheit a wesen. West-lich waren von den Normännern die Faröes-OrineyS-die Schcttlandischcn und westlichen Znseln oft be-sucht (868.), zum TheU bevölkert, und auf mehre-ren derselben haben nordische Jarle (Grafen) langeregieret, so daß auch in ihren äußersten Ecken dieverdrängten Galen vor Deutschen Völkern nicht sicherwaren. In Irland ließen sie sich schon zu Karls-desGroßen Zeiten nieder (790.), wo Dublin dem Dlof,Waterford dem Sitrik, Lnnmerik dem Uwar zuTheil ward. In England waren sie unter dem Na-men der Danen furchtbar; nicht nur Norihumbcr-land haben sie, untermischt mit sächsischen Grafen,200 Jahre lang thcils eigenmächtig, theils lehnpflich-tig besessen (827—1066.), sondern das ganze Eng-land war ihnen unter Knut, Harold und Hardyknutunterworfen (1014 — 1052.). Die französischen Kü-sten beunruhigten sie seit dcm sechsten Jahrhundert;und die böse Ahnung Karls des Großen, daß seinemLande durch sie viele Gefahr bevorstche, traf baldnach seinem Tode fast zu reichlich ein (840.). Un-säglich sind die Verwüstungen, die sie nicht etwa nuram Meere, sondern, die Srröme hinauf, mitten inFrankreich und Deutschland ausgcübt haben, so daßdie meisten Anlagen und Städte, die lbeils noch vonden Römern, theils von Karl herrührten, durch sieein trauriges Ende nahmen; bis endlich Rolf, in