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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. 253

beten Hadrian, die guten Untoninen, den unverdrosse-nen Severus, den männlichen Aurelian u. f. starkePfeiler eines sinkenden Baues loben. Da aber dieseMänner mehk als selbst die Griechen jedermann be-kannt sind: so sey es mir vergönnt, vom Charakterder Römer in ihren besten Zeiten blos allgemein zureden und auch diesen Charakter lediglich als Folgeihrer Zeitumstände zu betrachten.

Wenn Unpartheilichkeit und fester Entschluß,wenn unermüdekc Thatigkeit in Worten und Werkenund ein gesetzter rascher Gang zum Ziel des Siegesoder der Ehre, wenn jener kalte, kühne Muth, derdurch Gefahren nicht geschreckt, durch Unglück nichtgebeugt, durchs Glück nicht übcrmüthig wird, einenNamen haben soll: so müßte er den Namen eines

Römischen Muthes haben. Mehrere Glieder diesesStaats selbst aus niedcrm Stande haben ihn soglänzend erwiesen, daß wir, zumal in der Jugend,da uns die Römer meistens nur von ihrer edlenSeite erscheinen, dergleichen Gestalten der altenWelt als hingewichene, große Schatten verehren.Wie Riesen schreiten ihre Feldherren von Einem Welt-theil zum andern und tragen das Schicksal der Völ-ker in ihrer festen leichten Hand. Ihr Fuß stößtThronen vorübergehend um; Eins ihrer Worte be-stimmt das Leben oder den Tod von Myriaden. Ge-fährliche Hohe, auf welcher sie standen l zu kostbaresSpiel mit Kronen und Millionen an Menschen undGolde!

Und auf dieser Höhe gehen sie einfach wie Rö-mer einher, verachtend den Pomp königlicher Bar-