der Geschichte der Menschheit. 229
als ihm drei Uebel vorgelegt wurden: „Lasset uns
lieber in die Hand des Herren fallen als in dieHand der Menschen" und gaben sich auf Gnadeund Ungnade der Providenz in die Arme« erwar-tend« wen diese ihnen zum Regenten zusenden wür-de ? denn dis Tyrannei der Aristokraten ist eine har-te Tyrannei und das gebietende Volk ist ein wahrerLeviathan. Alle christlichen Regenten nennen sichalso von Gottes Gnaden und bekennen damit,daß sie nicht durch ihr Verdienst, das vor der Ge-burt auch gar nicht statt findet, sondern durch dasGutbesinden der Vorsehung, die sie auf dieser Stellegebohren werden ließ, zur Krone gelangten. DaSVerdienst dazu müssen sie sich erst durch eigne Müheerwerben, mit der sie gleichsam die Providenz zurechtfertigen haben, das sie sie ihres hohen Armswürdig erkannte: denn das Amt des Fürsten ist keingeringeres, als Gott zu seyn unter den Menschen,ein höherer Genius in einer sterblichen Bildung.Wie Sterne glänzen die wenigen, die Liefen auszeich.nenden Ruf verstanden, in der unendlich - dunkelnWolkennacht gewöhnlicher Regenten und erquickenden verlohrnc» Wandrer auf seinem traurigen Gan-ge in der politischen Menschengeschichte.
O daß ein andrer Montesquieu uns denGeist der Gesetze und Regierungen auf unsrer run-den Erde nur durch die bekanntesten Jahrhundertezu kosten gäbe! Nicht nach leeren Namen dreieroder vier Regicrungsformen, die doch nirgend undniemals dieselben sind oder bleiben l auch nicht nach