der Geschichte der Menschheit. 69
Heiden. Männer, denen cs gelingt, Mängel ausder Schöpfung, Lügen aus unseren Gedächtnisse undEntehrungen aus untrer Natur zu vertreibe», sindim Reiche der Wahrheit das, was die Heroen derFabel für die erste Welt waren; sie vermindern dieUngeheuer wuf Erden.
Auch die Angränzung der Menschen an die Af-fen wünschte ich nie so weit getrieben, daß, indemman eine Leiter der Dinge sucht, man die,wirkli-chen Sprossen und Zwischenräume verkenne, ohnedie keine Leiter Statt findet. Was z. B. könntewohl der rachitische Satyr in der Gestalt des Kamt-schadalen, der kleine Sylvan in der Größe des Grön-länders oder der Pongo beym Patagonen erklä-ren? da alle diese Bildungen aus der Natur desMenschen folgen, auch wenn kein Affe auf Erdenwäre. Und ginge man gar noch weiter , gewisse Un-förmlichkeitcn unsers Geschlechts genetisch von Affenherzulciten: so dünkt mich, diese Vermuthung seyeben so unwahrscheinlich als entehrend. Die meistendieser scheinbaren Affenähnlichkeiten sind in Ländern,in denen es nie Affen gegeben, wie der zurück ge-hende Schädel der Kalmukcn und Mallikolesen, dieabstehenden Ohren der Pevas und AmikuaneS, dieschmalen Hände einiger Wilden in Carolina u. ffzeigen. Auch sind diese Dinge, sobald man überden ersten spielenden Trug des Auges hinweg ist, sowenig wirklich affenartig, daß ja Kalmücke und Ne-ger völlige Menschen, auch der Bildung des Haup-tes nach, bleiben, und der Mallikolese Fähigkeitenäußert, die manche andre Nationen nicht haben.Wahrlich, Affe und Mensch sind nie ein' und diesel-be Gattung gewesen, und ich wünschte jeden kleinen