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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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gehen, was die Zeit betrifft eines folgt dem andern ganznatürlich ans der Ferse."

Ich verstehe Enre Meinung nicht, Wildtödtcr," verfehle dasMädchen, etwas verwirrt darein schauend.Mnttcr sagte immer,die Leute sollten mit mir deutlicher sprechen, als mit den meistenAndern, weil ich schwachsinnig sei. Die Schwachsinnigen fassennicht so leicht, wie Die, die Verstand haben."

Nun denn, Hetty, die einfache Wahrheit ist diese. Ihr wißt,daß ich dermalen ein Gefangner von den Huronen bin, und Ge-fangene nicht in Allem nach ihrem Belieben thun können"

Aber wie könnt Ihr ein Gefangner sein," unterbrach ihnlebhaft das Mädchen,da Ihr doch hier auf dem See seid, inVaters Rindcn-Canoe, und die Indianer in den Wäldern, und garkein Canoe haben? Das kann nicht wahr sein, Wildtödtcr!"

Ich wünschte von ganzem Herzen und ganzer Seele, Hetty,daß Ihr Recht hättet, und ich Unrecht, statt daß Ihr jetzt Unrechthabt, und ich der Wahrheit nur zu nahe bin. So frei ich EurenAngen scheine, Mädchen, bin ich doch in Wirklichkeit an Händenund Füßen gebunden."

Ha, es ist wirklich ein großes Unglück, keinen Verstand zuhaben! Ich kann nun einmal nicht sehen noch verstehen, daß Ihrirgendwie ein Gefangner oder gebunden seid. Wenn Ihr gebun-den seid, womit sind denn Enre Hände- und Füße gefesselt?"

Mit einem Urlaub, Mädchen; das ist ein Band, das festerbindet als irgend eine Kette, diese kann man brechen, aber jenennicht. Bei Seilen und Ketten kann man sich mit Messern undListen und Schlauheit helfen; aber ein Urlaub kann weder durch-schnitten, noch dnrchfcilt, noch abgcstreift werden."

WaS für eine Art Ding ist denn ei» Urlaub, wenn er stärker istals Hanf oder Eisen? Ich habe noch nie einen Urlaub gesehen."

Ich hoffe, Ihr bekommt nie eine» zu fühlen, Mädchen; dasBindende bei diesen Sachen liegt ganz in den Gefühlen, und muß