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„Ich denke, dn hast nicht den mindesten Grund, eine Mißhand-lung zn befürchten, Hetty," versetzte die Schwester, „und daherwerde ich darauf bestehen, daß du mit unserem Freund in's Lagerder Huronen gehst. Daß du dorthin gehst, kann dir selbst keinenSchaden bringen, und könnte für Wildtödter sehr nützlich sein."
„Dies; ist kein Augenblick zum Streiten, Judith, und so solltIhr in der Sache Euer» Willen haben," versetzte der junge Mann.„Macht Euch fertig, Hetty, und geht in das Canoe, denn ich habeEurer Schwester ein paar Abschiedsworte zu sagen, die Euchnichts helfen können."
Judith und ihr Genosse blieben schweigend, bis Hetty gehorchtund sie allein gelassen hatte, worauf Wildtödter den Gegenstandaufnahin, als ob er durch ein gewöhnliches Begegnis; wäre unter-brochen worden, und in sehr bündiger Weise.
„Worte, die man beim Abschied spricht, und die vielleicht dieletzten sind, die man von einem Freunde hört, vergißt man nichtso bald," wiederholte er, „und so, Judith, gedenke ich zu Euch znsprechen wie ein Bruder, angesehen, das; ich nicht alt genug bin,Euer Vater zu sein. Erstlich wünsche icb Euch zn warnen vorEucrn Feinden, von welchen zwei, kann man sagen, sich an EureFersen heften und Eucrn Weg besetzt halten. Der erste ist: unge-wöhnlich gutes Aussehen, was ein so gefährlicher Feind für manchesjunge Weib ist, als ein ganzer Schwarm Mingo's, und großeWachsamkeit erheischt, nicht in Bezug auf Bewunderung und Preis,sonder» ans Mißtrauen und Täuschung. Ja, gutes Aussehen kanndurch Täuschung berückt und auch überlistet werden. Um dieß zubegreifen, dürft Ihr Euch nur erinnern, das; es schmilzt, wie derSchnee, und einmal dahin, kehrt cs nie wieder. Die Jahreszeitenkommen und gehen, Judith, und wenn wir Winter haben, mitSturm und Kälte, und Frühling, mit Frösten und entlaubtenBäumen, haben mir auch Sommer, mit seiner Sonne und präch-tigem blauem Himmel, und Herbst mit seinen Früchten, und einem