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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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andern Welt nichts thnn als Jagen und Fischen, obgleich sie, glaubeich, sich nickt einbildet, daß je Einer sich zum Fallenstellen ernie-drigt, was keine Beschäftigung für einen Tapfern ist. Aber desJagens und Fischcns haben sie, nach ihrem Begriffe, Genüge, unddas dazu auf den angenehmsten Jagdrevieren, und unter Wild, beidem es immer die rechte Jahreszeit ist, und das gerade flink undgut genug ist, um dem Tödter einen Reiz zu geben. So möchteich Euch denn nicht anrathen, Hist auf diese Idee zu bringen."

Hist kann nicht so sündhaft sein, irgend dergleichen zu glau-ben," erwiederte die Andere ernst.Kein Indianer jagt mehrnach dem Tode."

Kein sündhafter Indianer, geb' ich Euch zu; kein sündhafterIndianer, allerdings. Der muß die Munition herbeitragen, undzusehen, ohne an der Kurzweil Theil zu haben, und kochen, undFeuer anzünden, und Alles thnn, was nicht Mannesarbeit ist.Merkt's Euch aber jetzt: das sind nicht meine Ideen, sondern essind Hist's Ideen, und daher, um des Friedens willen, je wenigerIhr darüber und dagegen zu Ihr redet, desto besser."

Und was sind Eure Ideen von dem Schicksal eines Indianersin der andern Welt?" fragte Judith, die jetzt eben ihre Stimmewieder gefunden hatte.

Ha, Mädcken, Alles eher als Das! Ich bin ein zu guterChrist, um solche phantastische Dinge wie Jagen und Fischen nachdem Tode zu erwarten; auch glaube ich nicht, daß ein Manittnfür die Rothhänte ist, und ein anderer für die Bleichgesichter.Ihr findet verschiedene Farben auf der Erde, wie Jeder sehenkann; aber Ihr findet nicht verschiedene Naturen. VerschiedeneGaben, aber nur Eine Natur!"

In was unterscheidet sich eine Gabe von einer Natur? Istnicht die Natur selbst eine Gabe von Gott?"

Gewiß; das ist rasch gedacht und beifallswürdig, Judith,obwohl die Hanptidee falsch ist. Eine Natur ist die Kreatur selbst;

Der Witdlödtcr. Zg