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gewährt. ,Geißblattblüthe der Berge' war ein Ausdruck, de» diejungen Delawareu oft von dem Mädchen gebrauchten, der abernie so süß in ihr Ohr klang, als wenn er von ChingachgooksLippen kam, der Letztere allein aber hatte sie Zaunkönig der Wäl-der genannt. Bei ihm indessen war es eine ganz vertrante Be-nennung geworden, und der Name klang dem Mädchen über alleBeschreibung süß, weil er in ihr die Idee erweckte, daß ihr Rathund ihre Gesinnungen ihrem künftigen Gatten eben so werth, alsder Ton ihrer Stimme, und die Art und Weise, jene ansznspre-chen, ihm angenehm seien, und so die zwei Dinge vereinigte, dieeinem indianischen Mädchen bei ihrem Verlobten am meisten gel-ten: Bewunderung eines schätzbaren physischen Vorzugs, und Ach-tung vor ihrer Meinung. Sie drückte die Hand, die sie zwischenden beiden ihrigen hielt, und antwortete:
„Wah-ta!-Wah sagt, weder sie noch die Große Schlangekonnte je wieder lachen, oder auch nur schlafen, ohne zu träumenvon den Hnronen, sollte der Wildtödter sterben unter einem Mingo-Tomahawk, ohne daß sie Etwas gethan hätten, ihn zu retten.Lieber würde sie znrückkehren und ihren langen Pfad allein an-treten, als solch' eine dunkle Wolke vor ihr Glück treten lassen."
„Gut! Der Gatte und das Weib werde» nur Ein Herz haben;sie werden sehen mit denselben Augen, und fühlen mit denselbenGefühlen."
Was weiter gesprochen wurde, braucht hier nicht erzählt zuwerden. Daß das Gespräch Wildtödter» und seine Aussichtenbetraf, hat man schon gesehen, aber die Entscheidung, welche gefaßtwurde, wird man besser im weitern Verlauf der Erzählung erfahren.Das jugendliche Paar war noch in seiner Unterredung begriffen,als die Sonne über den Gipfeln der Fichten erschien, und dasLicht eines glänzenden amerikanischen Tages über das Thal ans-strömte, in ,tiefer Wonne' den See, die Wälder und die Berg-abhänge badend. Gerade in diesem Augenblick trat Wildtödter aus