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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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sind Geißblattblüthen, die am süßesten duften in ihren eigenenWäldern; ihre eigenen jungen Männer tragen sie an ihrer Brust,weil sie so wohlriechend sind; sie sind am süßesten, wenn man sievon ihren heimischen Stengeln pflückt. Selbst das Nothkchlchenund der Marder kommen Jahr für Jahr zurück zu ihren altenNestern; soll ein Weib weniger treu sei», als ein Vogel? Sehtdie Tanne in Lehmboden, so wird sie gelb; die Weide wird nichtgedeihen ans dem Berge; die Tamariske ist am gesnndesten imSumpfe; die Stämme der See lieben am meisten die Winde zuhören, die über das Salzwafser herwchcn. Ein Hnronen-Jüng-ling, was ist er für ein Mädchen vom Lenin Lenape? Er magflink sein, aber ihre Angen folge» ihm nicht ans seinem Lauf;sie schauen zurück nach den Hütten der Delaware». Er mag einsüßes Lied singen für die Mädchen von Canada, aber für Wahgibt es keine Musik als in der Zunge, der sie von Kindheit angehorcht hat. Wäre der Hnrone geboren ans dem Volke, daseinst nmherzog an den Küsten des Salzsee's, cs wäre umsonst,wenn er nicht aus der Familie der Uncas stammte. Die jungeTanne wird so hoch emporwachsen als irgend einer seiner Väter.Wah-ta!-Wah hat nur Ein Herz, und es kann nur EinenGatten lieben!"

Wildtödter lauschte dieser charakteristischen Antwort, welcheertheilt ward mit einem Ernst, wie er den Gefühlen gemäß war,aus welchen sie hervorging, mit »»verhehlter Freude; und er er-wiederte die glühende Beredsamkeit des Mädchens, als sie schloß,mit seinem herzlichen, stillen, eigcnthümlichen Lachen.

Das ist mehr werth als alle Wampums der Welt!" rief er.Ihr versteht es nicht, Judith, denke ich; aber wenn Ihr Eureeigenen Gefühle vor Euch nehmen wollt, und Euch einbilden,ein Feind habe Euch sagen lassen, Ihr sollet den Mann EurerWahl anfgcben, und einen Andern nehmen, der nicht der MannEurer Wahl wäre, so werdet Ihr Euch die Hauptsache schon denken