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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
Entstehung
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waren doch die Ereignisse noch zu frisch, als daß die Erinnerungan seinen kürzlich durchgemachten kläglichen Zustand schon irgendwäre geschwächt gewesen. Wäre er hundert Jahre alt geworden,die Begebnisse der wenigen gefahrvollen Minuten, die er im Seezugebracht, würden einen dämpfenden Einfluß auf seinen Charak-ter, wenn auch nicht immer auf sein Benehmen geübt haben.

Hnrry war nicht blos entsetzt, als er seinen Genossen vonKurzem her in dieser verzweiflnngsvollen Lage fand, sondern auchhöchlich überrascht. Während des Kampfes in dem Gebäude warer selbst viel zu sehr in Anspruch genommen gewesen, als daß ersich hätte darum bekümmern sollen, was ans seinem Kameradengeworden, und da gegen ihn keine tödtliche Waffe war gebrauchtworden, man sich vielmehr alle Mühe gegeben hatte, ihn unver-sehrt zu fangen, glaubte er natürlich, Hutter sei überwältigtworden, während er sein Entkommen seiner gewaltigen Körper-stärke und einem glücklichen Zusammentreffen außerordentlicherUmstände verdankte. Der Tod, in der Stille und in dem trübenErnst eines Zimmers war ihm etwas Neues. Obgleich an Scencnvon Gewaltthätigkeit gewöhnt, war es ihm doch ganz fremd, aneinem Bette zu sitzen und den matten Schlag des Pulses zu be-obachten, wie er allmählig schwächer und schwächer wurde. Trotzdes in seiner Gemüthsstimmung vorgegangencn Wechsels konnteer doch die Angewöhnungen eines Lebens nicht in einem Augen-blick ganz bei Seite werfen und in seinem Benehmen verlängnen,und die unerwartete Scene entlockte dem Gränzmann eine ganzcharakteristische Rede.

Nun, wie steht's, alter Tom!" sagte er;haben Euch dieVagabunden einen Vortheil abgewonnen, daß Ihr nicht nur untenzu liegen gekommen, sondern wohl auch liegen bleiben werdet!Ich vermnthete Euch allerdings als Gefangenen, aber glaubtenicht, daß Ihr so hart mitgenommen wäret."

Hutter öffnete seine gläsernen Augen und stierte den Redenden