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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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»Die Hnronen, Judith, wissen, glaube ich, nicht, das; ich sieverlassen habe."

Wahrscheinlich nicht, denn ein Liebhaber gibt eine schlechteSchildwache ab, wenn er nicht etwa ans sein Liebchen wartet odersie bewacht! Aber sag' mir, Hetty, hast du Wildtvdter gesehenund gesprochen?"

Oh! ja er saß am Feuer, mit gebundenen Fußen, aberdie Arme hatte man ihm freigclassen, daß er sie bewegen konnte,wie er wollte.

Gut; was hat er dir gesagt, Kind? Sprich schnell; ich sterbevor Verlangen, zu wissen, welche Botschaft er mir sendet."

Was er mir gesagt hat? ha, was denkst du, Judith! er hatmir gesagt, er könne nicht lesen! Bedenke nur, ein weißer Mannund nicht einmal seine Bibel lesen können! Er hat wohl nie eineMutter gehabt, Schwester!"

Laß das ruhen, Hetty. Nicht alle Menschen können lesen;obgleich unsere Mutter so viel wußte, und uns so viel lehrte,versteht doch Vater sehr wenig von Büchern, und kann kaum nurdie Bibel lesen, wie du weißt."

Oh, ich dachte auch nie, daß die Väter gut lesen könnten,aber die Mütter sollten alle lesen, denn wie können sie cs sonstihre Kinder lehren? Glaube mir, Judith, Wildtödter kan» nieeine Mutter gehabt haben, sonst würde er auch lesen können."

Hast du ihm gesagt, ich habe dich an's Land geschickt,Hetty, und daß ich so bekümmert sei um sein Unglück?" fragtedie Andere ungeduldig.

Ich glaube so, Judith; aber du weißt, ich bin schwachsinnigund kann cs vergessen haben. Ich habe ihm gesagt, du habestmich an's Land geführt. Und er trug mir Vieles ans, was ich dirsagen sollte, dessen ich mich wohl erinnere, denn das Blut erstarrtemir, wie ich ihm zuhörte. Er trug mir ans zu sagen, seineFreunde ich denke, zu denen gehörst du auch, Schwester?"