381
als Reisegescllschafter mir in dieser Sache beistehen! Hurry istein zn täppischer Mensch, das gcb' ich zn; aber ich glanbe nicht,daß er meinetwillen so viel wagen würde, wie für sich selbst."
„Judith kümmert sich nicbt »m Hnrry, wenn schon Hnrrywohl um sie," versetzte Hetty, unschuldig, aber mit großer Be-stimmtheit.
„Ich habe Euch das schon früher sagen hören; ja, ich habedas sonst schon von Euch gehört, Mädchen; und doch ist es nichtwahr. Man lebt nicht unter einem Stamm, ohne auch etwas znsehen von der Art und Weise, wie die Neigung im Herzen einesWeibes arbeitet. Obgleich selbst keineswegs gesonnen, zn hcirathen,bin ich doch unter den Delaware» ein Beobachter gewesen, unddas ist eine Sache, worin Bleichgesicht- und Nothhant-Gaben ganzgleich sind. Wenn das Gefühl anfängt, ist das junge Weib nach-denklich, und hat Angen und Ohren nur für den Krieger, der ihrGemüth eingenommen hat; dann folgt Schwermnth und Seufzenund derlei Geberdnngen; darnach, besonders wenn die Sachennicht zn deutlicher Erörterung kommen, legt sic sich oft anf's Ta-deln und Feylcrfindcn, und schilt den Jüngling eben wegen derDinge, die ihr am besten an ihm gefallen. Manche junge Kreaturist gar geneigt, in dieser Weise ihre Liebe zn zeigen, und ich binder Meinung, zn diesen gehört auch Judith. Nnn habe ich sieso gut als längnen hören, daß Hnrry ein gutes Aussehen habe;und mit dem jungen Weib, das das thnt, muß es in der Thatweit gekommen sein."
„Das junge Weib, das Hnrry liebte, würde gestehen, daß erschön sei. Ich halte Hnrry für sehr schön, Wildtödter, undgewiß muß Jedermann, wer Angen hat, so denken. Judith magden Harry March nicht, und das ist der Grund, warum sie soviel an ihm ansseht."
„Gut — gut — meine gute kleine Hetty, sei es, wie Ihrwollt. Wenn wir auch von jetzt bis zum Winter fortschwatzten,