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„Mein Bleichgesichtfrcund ist sehr willkommen," sagte der In-dianer mit einem vertraulichen Kopfnicken, und mit einem so ver-steckten Lächeln, daß cs Wildtödters ganze Aufmerksamkeit brauchte,es zu entdecken, und nicht wenig von seiner Philosophie, um dabeiganz ruhig zu bleiben, „er ist willkommen. Die Hnronen unterhaltenein heißes Feuer, des weißen Mannes Kleider daran zu trocknen."
„Ich danke Euch, Hnrone oder Mingo, oder wie ich Eucheigentlich zu nennen habe," versetzte der Andere; „ich danke Euchfür den Willkomm und danke Euch für das Feuer. Beide sindgut in ihrer Art, und das letztere ist sehr gut, wenn Einer ineinem so kalten Bade gewesen, wie der Glimmcrglas ist. SelbstHnronenwärme mag in einem solchen Zeitpunkt angenehm seineinem Manne mit einem Delawarcnherzen."
„Das Bleichgesicht —aber mein Bruder hat einen Namen? Einso großer Krieger hat doch wohl nicht ohne einen Namen gelebt!"
„Mingo," sagte der Jager, und etwas von der Schwäche dermenschlichen Natur offenbarte »sich in dem Blicke sgines Augesund in der Farbe seiner Wangen, „Mingo, Euer Tapfrer nanntemich Falkcnangc, ich glaube wegen meines raschen und sichernZielens, als er mit seinem Haupt in meinem Schooß lag, ehesein Geist nach den glücklichen Jagdrevieren anfflog!"
„Es ist ein guter Name. Der Falke ist seines Stoßes sicher.Falkcnangc ist kein Weib; warum lebt er bei den Delaware» ?"
„Ich verstehe Euch, Mingo, aber wir betrachten das Allesals eine Tucke von einigen Eurer listigen Teufel, und längnendie Beschuldigung. Die Vorsehung hat mich jung unter die De-laware» versetzt, und abgerechnet, was christliche Gebräuche vonmeiner Farbe und meinen Gaben fordern, hoffe ich in ihremStamme zu leben und zu sterben. Doch aber bin ich nicht ge-meint, meine angeborenen Rechte ganz wegzuwerfen, und werdemich bestreben, die Pflicht eines Bleichgesichts in Gesellschaft vonRothhänten zu erfüllen."