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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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Mehr als eine Stunde verging, bis man sich über das nuncinzuschlagende Verfahren vereinigt und Alles wieder an seinen Ortgebracht hatte. Die Pansen, während deren man sich besprach,waren häufig; und Judith, die ein lebhaftes Wohlgefallen an deroffenen, »»verhehlten Bemnndernng hatte, womit Wildtödters ehr-liches Auge in ihr schönes Antlitz schante, fand mit einer Gewandt-heit, die der weiblichen Koketterie angeboren scheint, Mittel, dieUnterhaltung zu verlängern. Wildtödter schien in der That derErste zu sein, dem es einfiel, wie viel Zeit man so vergeude, undder die Aufmerksamkeit seiner Genossen auf die Nothwendigkeit hin-lenkte, Etwas zn thnn, um den Anslösnngsplan in Ausführung znbringen. Chingachgook war in Hutters Schlafzimmer geblieben,wohin man die Elephanten gebracht hatte, um sein Auge an denBildern so wunderbarer und so neuer Thicre zn weiden. Vielleichtsagte ihm ein instinktmäßiges Gefühl, seine Gegenwart würde seinenGenossen nicht so erwünscht sein, als wenn er sich entfernt halte;denn Judith beobachtete nicht viel Zurückhaltung in der Kundge-bung ihrer Vorliebe, und der Delaware hatte es nicht bis zurVerlobung gebracht, ohne sich auch einige Kenntnisse der Symp-tome der ,großen Leidenschaft' zu erwerben.

Nun, Judith," sagte Wildtödter anfstehend, nachdem die Be-sprechung weit länger gedauert hatte, als er selbst ahnte;es istangenehm, mit Euch zn plaudern und alle diese Dinge in's Reinezn bringen, aber die Pflicht ruft uns anders wohin. Diese ganzeZeit her sind Hurry und Euer Vater, Nichts zu sagen vvn Hetty"

Dieß Wort ward dem Redenden im Mund abgeschnitten, dennin diesem entscheidenden Augenblick hörte man einen leichten Schrittans der Platform oder dem Thorhof, eine menschliche Gestalt be-schattete die Thüre und die zuletzt genannte Person stand vorihm. Der leise Ausruf, welcher Wildtödter» entschlüpfte, und Ju-diths schwaches Kreischen waren kaum über ihre Lippen, als einindianischer Jüngling, zwischen fünfzehn und siebzehn Jahren, neben