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Liebe ähnlich. Den alte Mann legte weder Unruhe noch Staunenüber ihr plötzliches Erscheinen an den Tag. In diesen Punktenhatte er den Stoicismns der Indianer angenommen, wohl wissend,das; er durch Nichts sicherer ihre Achtung sich erwerben könne, alsdurch Nachahmung ihrer Selbstbeherrschung. Auch oerriethen dieWilden selbst nicht durch das geringste Zeichen eine Aufregungüber dieß plötzliche Erscheinen einer Fremden unter ihnen. Miteinem Wort, die Ankunft Hetty's verursachte, obgleich sie unter socigenthümlichen Umständen erfolgte, weit weniger sichtbares Auf-sehen, als der Fall sein würde in einem Dorf von viel höhernAnsprüchen ans Gesittung, wenn ein gewöhnlicher Fremder vor dieThüre des Hanptgasthofs anführc. Doch sammelten sich einigewenige Krieger, und aus der Art, wie sie während ihrer Unter-redung ans Hetty blickten, erhellte deutlich, daß sie der Gegenstandihres Gesprächs war, und vermnthlich die Ursachen ihres uner-warteten Erscheinens von ihnen erörtert wurden. Dieß phlegma-tische Wesen ist charakteristisch bei dem nordamerikanischen In-dianer — Manche behaupten auch bei seinem weißen Nachfolger— aber in diesem Falle mußte viel ans Rechnung der eigenthüm-lichen Lage geschrieben werden, worin die Truppe sich befand. DieStreitmacht ans der Arche, ausgenommen die Anwesenheit Chin-gachgooks, war wohl bekannt; kein Stamm, keine Truppenabthei-lung war, wie man glaubte, in der Nähe, und wachsame Augenwaren rings um den ganzen See ausgestellt, welche Tag und Nachtdie leiseste Bewegung der Belagerten — denn so darf man sie jetztohne Uebertreibnng nennen — beobachteten.
Hutter war innerlich sehr bewegt über Hetty's Thun, so vielGleichgültigkeit er äußerlich erheuchelte. Er erinnerte sich ihrersanften Warnung an ihn, ehe er die Arche verließ, und das Un-glück machte gewichtig, was im Triumph eines glücklichen Ansgangswohl vergessen worden wäre. Dann kannte er die einfältige,rücksichtslose Treue dieses Kindes, und verstand, warum sieDer Wildtödter. 18