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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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und leichtern Herzens, immer noch gefolgt von ihren seltsameBegleitern. Ihr Weg führte sic jetzt eine breite und beinahe ebeneTerrasse entlang, die sich von dem Gipfel der das Wasser begren-zenden Uferhöhe zu einem sanfte» Abhang erstreckte, welche obenzu einer zweiten, unregelmäßigen Platform anstieg. Dieß warin einem Theile des Thals, wo die Berge einer hinliefen, den An-fang einer Ebene bildend, welche zwischen den Hügeln sich ans-breitete, südlich von dem Wasserspiegel. Hetty erkannte aus die-sem Umstände, daß sie sich dem Lager näherte, »nd wäre dießnicht gewesen, so hätten sie die Bären von der Nähe menschlicherWesen in Kenntnis; gesetzt. In die Lnft hinan» schnüffelnd, be-zeigte die Bärin keine Lust, ihr weiter zu folgen, obgleich dasMädchen sich nmsah, und sie mit kindischen Zeichen und selbstmit förmlichen Aufforderungen in dem ihr eigenen süßen Toneherbeilockte. Während sie so langsam durch Buschwerk weiterschritt, das Angesicht abgewendet und die Angen auf die unbe-weglichen Thiere geheftet, fühlte das Mädchen ihre Schritte plötz-lich gehemmt durch eine menMiche Hand, die sie leicht an derSchulter faßte.

Wohin gehen?" sagte eine sanfte weibliche Stimme, hastigund theilnehmend sprechend;Indianer Rothmann Wilder arger Krieger dorthinzn!"

Dieser unerwartete Gruß erschreckte das Mädchen so wenigals die Erscheinung der wilde» Bewohner des Waldes. Zwarüberraschte er sie ein wenig; aber sie war gewissermaßen gefaßtauf solche Begegnungen, und das Wesen, das sie anhielt, war sowenig gemacht, Schrecken einznflößen, als irgend eines, das jein indianischer Gestalt erschien. Es war ein Mädchen, nicht vielälter als sie selbst, deren Lächeln so sonnig war wie das Judithsin ihren glänzendsten Augenblicken, deren Stimme Wohllaut war,und deren Worte und Benehmen all' die schüchterne Sanftheitbesaßen, die das andere Geschlecht chärakterisirt unter einem Volke,