131
Hand zur Eile. Hätte Jemand verborgen gewartet auf die Ankunftdes führerlosen Fahrzeuges, so mußte er gesehen werden, und dieäußerste Vorsicht bei der Annäherung an's User war unerläßlich;lag aber Niemand da auf der Lauer, so war Eile überflüssig. Dader Vorsprung dem indianischen Lager beinahe schräg gegenüberlag, hoffte er das Letztere, obgleich das Erste nicht nur möglich,sondern auch wahrscheinlich war; denn die Wilden waren garrasch in Ergreifung aller, ihrer cigenthümlichcn Weise der Krieg-führung angehörigeu, Maßregeln, und sehr wahrscheinlich warenviele Späher von ihnen auf den Beinen, um die Küste nach Fahr-zeugen zu durchsuchen, die sie nach dem Kastell bringen könnten.Da ein Blick ans den See von jeder Höhe und jedem Vorsprungaus die kleinsten Gegenstände auf seiner Fläche zeigte, war wenigHoffnung, daß eines von den Canoc's ungesehen bleiben würde;und indianischer Scharfsinn brauchte keine Belehrung darüber, inwelcher Linie ein Boot oder ein Baumstamm treiben müsse, wenndie Richtung des Windes einmal bekannt war. Je näher Wild-tödter dem Lande kam, um so langsamer erfolgten die Schlägeseiner Ruderschanfel, um so wachsamer wurde sein Auge, und Ohrund Nase dehnten sich beinahe ans über dem angestrengte» Bestreben,irgend eine lauernde Gefahr zu entdecken. Es war ein bedenkli-cher Augenblick für einen Neuling, auch fehlte die Aufmunterung,welche selbst Furchtsame manchmal finden in dem Bewußtsein,beobachtet und beurtheilt zu werden. Er war ganz allein, ganzans seine eigene Kraft und Eingebung angewiesen, von keinemFrenndesangc angefcnert, von keinem ermuthigenden Zuruf ange-spornt. Trotz all' diesen Umständen hätte doch der im Gränz-männerkrieg erfahrenste Veteran seine Sache nicht besser machenkönnen. Gleich weit entfernt von Tollkühnheit und Aengstlichkeit,bewerkstelligte er sein Vorrücken mit einer Art von philosophischerKlugheit, die ihn über alle andern Motive zu erheben schien, außerdenjenigen, die zunächst die Ausführung seines Zweckes betrafen
9 '"