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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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dem Maaß, als sic sich ihrer Schwächen bewußt sind;da ich nochnie eine Probe bestanden, will ich diese abwarten, ehe ich mirselbst eine Meinung bilde; und dann hat man Gewißheit, statt»»bestimmter Vermnthnngen. Ich habe von Solchen gehört, dievor der Schlacht herzhaft waren und darin wenig leisteten; undauch von Solchen, die znwarteten, um ihren Mnth kennen zulerne», und die bei der Probe fanden, daß sie nicht so sibel waren,als Manche erwarteten."

In jedem Fall wissen wir, daß Ihr ein Ruder zu handhabenversteht, junger Mann," sagte Hutter,und das ist Alles, waswir heute Nacht von Euch verlangen. Laßt uns keine Zeit mehrverlieren, sondern in das Canoe treten und handeln, statt zuschwatzen."

Hutter ging nun rasch daran, seinen Plan ausznführcn, undbald war das Boot bereit, und Hnrry und Wildtödtcr an denRudern. Ehe jedoch der alte Mann selbst sich einschiffte, hielt er§ eine Besprechung von einigen Minuten mit Judith, zu welchemBehuf er in das Hans ging; dann zurückgekehrt, nahm er seinenPlatz in dem Canoe ein, das im nächsten Augenblick von derArche abstieß.

Wäre in der einsamen Wildniß ein Gott errichteter Tempelgewesen, so hätte seine Uhr die Mitternacbtsstnnde geschlagen, alsdie kleine Gesellschaft ihren Zug antrat. Das Dunkel hatte zuge-! nommcn, obwohl die Nacht noch klar war, und das Licht derSterne reichte hin für alle Absichten der Abenteurer. Hutter alleinj wußte die Orte, wo die zwei Canoe's versteckt waren, und er> lenkte die Richtung des Bootes, während seine beiden athleti-schen Genossen ihre Nuderschanseln mit gehöriger Vorsicht ein-E tauchten und cmporhoben, damit nicht die dadurch verursachtenj Laute in der Stille der tiefen Nacht über den friedlichen Wasser-j spiegel hin das Ohr ihrer Feinde erreichte». Aber die Barke warso leicht, daß keine außerordentlichen Anstrengungen nöthig waren' Der Ä-ildtbdter. 8