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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
Entstehung
Seite
86
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Sec und den Gürtel Wald, der ihn gleichsam hermetisch ein-schlvß, als zöge er ihre Zeichen zn Nathe. Auch fand er keinebcunrnhigenden Symptome. Die granzenlose» Wälder schlum-merten in der tiefen Ruhe der Natur, der Himmel war heiter,aber noch hell und glänzend von dem Licht der scheidenden Sonne,während der See lieblicher und frenndlicher anssah, als denganzen Tag über. Es war eine wahrhaft beruhigende Scene,geeignet, die leidenschaftlichen Gefühle in einer Art heiligen Frie-dens cinznlnllen. In wie weit sic jedoch diese Wirkung ans dieGesellschaft in der Arche ansübte, muß aus dem weitern Verlausunserer Erzählung erhellen.

Judith," rief der Vater, nachdem er diesen kurzen aber genauprüfenden Blick ans die Vorbedeutungen der Umgebung geworfen,die Nacht steht vor der Thüre; schaff Speise für unsere Freundeher; ein weiter Marsch schärft de» Hunger."

Wir sterben nicht Hungers, Meister Hutter," bemerkte March,denn wir haben uns gesättigt, gerade wie wir den See erreich-ten, und ich meines Theils ziehe die Gesellschaft Judiths selbstihrem Abendbrod vor. Dieser ruhige Abend ist ganz lieblich anihrer Seile zn sitze»."

Natur ist Natur," bemerkte dagegen Hutter,und muß ihreNahrung haben. Judith, besorge die Mahlzeit, und nimm deineSchwester mit, dir zu helfe». Ich habe noch ein Wenig mit euchzn sprechen, Freunde," fuhr er fort, sobald seine Töchter außerGehörweite waren,und wünschte die Mädchen weg zn haben.Ihr seht meine Lage, und ich möchte gern eure Ansichten hören,was chr zn thnn für's Beste haltet. Dreimal habe ich schonmein Hans niederbrcnncn sehen, aber das war ans dem Land;und ich habe mich ziemlich sicher geglaubt, seit ich das Kastellgebaut und die Arche ans dem Wasser hatte. Meine ander» Un-fälle jedoch trugen sich in friedlichen Zeiten zn, und waren nichtsweiter, als solche Ungelegenheiten, wie sie wohl einen Mann i»