11
die Art dieses Thieres, als die Art anderer Mitgeschöpfe hat.Einige glauben, er sei in seiner Jugend Freibeuter ans dem Salzwas-ser gewesen, und der Genosse eines gewisse» Kidd, der wegen See-räubern gehenkt wurde, lange che Ihr und ich geboren oder bekanntwurden, und er sei in diese Gegend gekommen in der Hoffnung, desKönigs Kreuzer würden nie über die Berge herüberkommen, under könne sich in den Wäldern im Frieden des Raubes erfreuen."
„Dann war er im Jrrthnm, Hnrry, sehr im Jrrthum. DesRaubes kann sich ein Mensch nirgends im Frieden erfreuen."
„Das ist, je nachdem er eine Gemüthsart hat. Ich habe Solche^gekannt, die sich dessen gar nicht anders erfreue» konnten, als inwilder Lustbarkeit, und wieder Andere, die ihn am besten genossen'in einem einsamen Winkel. Manche Menschen haben keinen Frie-den und Ruhe, wenn sie keinen Raub finden, und Andere nicht,wenn es ihnen gelingt. Die menschliche Natur ist knrios in die-sen Dingen. Der alte Tom scheint zu keiner von beiden Artenzu gehören, denn er genießt seinen Raub, wenn er das Seinigewirklich so erworben, sehr ruhig und behaglich mit seinen Töch-tern, und wünscht nicht mehr."
„Ja, er hat auch zwei Töchter; ich habe die Delaware», diein der Gegend hernmjagten, ihre Geschichten von diesen jungenWeibern erzählen hören. Ist keine Mutter da, Hnrry?"
„Es war eine da, wie natürlich, aber sie ist jetzt gute zweiJahre todt und versenkt."
! „Ha, wie!" sagte Wildtödter, seinen Begleiter mit einigemj Erstaunen anschanend.
> „Todt und versenkt, sag' ich, und ich denke, das ist gut und klar^ gesagt. Der alte Kerl versenkte sei» Weib in den See, als er vont ihr scheiden mußte, wie ich als Augenzeuge der Ceremvnie versichern§ kann; aber ob Tom dies; gethan, um sich das Graben zu ersparen,was kein Spaß ist unter Wurzeln, oder in der Einbildung, daß Was-' ser die Sünde eher abwasche als Erde, ist mehr, als ich sagen kann."