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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
Entstehung
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nicht nur bis an die Ufer des ersten Stromes, sondern kreuztenihn sogar, indem sie nach Neu-England hin sich fortsehten undmit ihren Wäldern Schuh und Versteck boten dem geräuschlosenMökasln des eingcbornen Kriegers, wenn er auf dem verborgnenund blutigen Kriegspfad daherschlich. Ein Blick ans der Vogel-perspektive auf die ganze Gegend östlich vom Mississippi mußtedamals eine unermeßliche Ausdehnung von Wäldern zeigen, ab-wechselnd mit einem vergleichungsweise schmalen Saum angcbau-ten Landes der See entlang, punktirt gleichsam durch die schim-mernden Spiegel der See'n, und durchschnitten von den beweg-te» Linien der Ströme. In einem so Ungeheuern Bilde feierlichernster Einsamkeit verliert sich der Landstrich, dessen Schilderungwir beabsichtigen, fast in Unbedeutenheit, doch fühlen wir unsermnthigt, zur Ausführung zu schreiten, durch die Ueberzengung,daß, leichte und unwesentliche Unterschiede abgerechnet, derjenige,dem eine genaue Anschauung eines Theils dieser milden Gegendzu verschaffen gelingt, nothwcndig auch einen ziemlich richtigenBegriff vom Ganzen dem Leser geben muß.

Welche Verändernngen und Verwandlungen auch durch dieMenschenhand mögen bewirkt worden sein, der ewige Kreis derJahreszeiten ist nicht zerrissen worden. Sommer und Winter,Saat- und Erntezeit kehren mit erhabener Genauigkeit immerwieder in der ihnen gesetzten Ordnung, und bieten dem Menscheneine der alleredelsten und genußreichsten Gelegenheiten, die hoheMacht seines weitreichenden Geistes zu bestätigen, indem er dieGesetze erfaßt, welche ihre strenge Gleichförmigkeit beherrschen,und ihre nie endenden Umkreisungen berechnet. Hunderte vonSommersvnnen hatten die Wipfel der edlen Eichen und Fichtenerwärmt, und ihre Glut selbst bis in die zähen Wurzeln hinab-gescndet, als man Stimmen einander rufen hörte in den Tiefen ^eines Waldes, dessen lanbreiche Höhe in dem glänzenden -Lichteines wolkenlosen Junitages schwamm, während die Stamme der