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Religion und Theologie Theil 8 (1828) Erläuterungen zum neuen Testament. Briefe zweener Brüder Jesu in unserm Kanon
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rcn Sie aber was kommt!Ist der Brief von kei-nes Apostels Hand, so geht er UllS hier nichtan, und ich kann nicht begreifen, warum wir ihnfür kanonisch halten wollten?"*) Da erschrecke ich,nicht über meine Hypothese (die habe ich noch,)sondern über die schreckliche Folgerung, die ausihr und so entscheidend gemacht wird. Ist dennMarkus, ist Lukas ein Apostel? und sind ihreSchriften deswegen nicht kanonisch? Und wer inder Welt hat je dies Zeichen der Kanonicität ge-stellt? Und wie viele Schriften des A. T. derenVerfasser wir gar nicht wissen, sind doch im Ka-non ? Und dann, zu allem Ueberfluß, steht dieserJakobus, als Bruder JesU/ nicht ausdrücklich(und von den Jüngern und den zween Jakobisunter ihnen, eigentlich unterschieden) unter der

Zahl derer/, die bei der Himmelfahrt wäre»/und also auch/ denn der Context der Rede, Apost.1 , i3. 14 . Apost. 2 , r. geht fort) den Geist em-pfingen/ mit allen seinen Gaben? Und er sollkeinen kanonischen Brief schreiben können, schrei-ben müssen und dürfen, der Uns hier angiengc?da er doch offenbar mit den Aposteln vereint, derfeierlichsten Begeisterung genießet, an der Markusund Lukas und Paulus nicht Theil nahmen und

doch kanonische Bücher schrieben.-Sie sehen,

so wird man gedeutet!"

°) Dieser Einwurf wurde dem Vers, in Michae-lis Einleitung in die göttlichen Schriften deSN. L. gemacht. Anm. d. Herauög.