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Religion und Theologie Theil 8 (1828) Erläuterungen zum neuen Testament. Briefe zweener Brüder Jesu in unserm Kanon
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herüber; konnte man zu ihnen anders als nach ih-rer Weise reden?

Petrus, der für andre Gegenden schrieb, hatdaher nicht die Geschichte; behält aber den Sinntreulich bei und rechtfertigt von Wort zu Wortmeine Erklärung.Auch die mächtigem, stür-kern Engel (die Michael, Amshaspands) Iva-genö nicht, vom Herrn (in deß Namen sie dasind, seine Krafcbolen!) lästernd Gericht (d. i.ein strafendes, vernichtendes Fluchwort, selbstüber einen Bosewicht, wie dort Satan war) imschnellen Nn zu führen; sondern warten aufden Gerichtstag deS Herrn. Diese aber har-ten nicht, nrtheilen vorzeitig, lästern frech nndkühn"' so fährt er fort bis zu Ende des Brie-fes. Sein drittes Kapitel zeigt, wie treffend dieGeschichte Judas zumal auf einen Gerichtsfall war ist Petrus noch Urschristsieiler seines Briefes?

5. Di- Weissagung Enochs (V. 14 . i5.)dürfen wir nicht erst aus einem Ubcsstnischen BlichEnochs erwarten; denn damit wird die Geschichtedoch nicht kanonisch, sondern bleibt, was wirschon wissen, alte verbreitete Sage. Die jüdischeFluch - und Bannformclder Herr kommt!" rührtoffenbar daher, und wie verbreitet war sic! Im

Testament der Patriarchen, im Justinus, Ire-vänS n. f. ist der Gerichtsprophet Enoch undfein Buch bekannte Dinge: die erste apokryphischeSchrift erläutert insonderheit den Zeitgeist Judassehr: er war voll apokrpphifchcr, chaldaischgricchi-

schcr Sagen.