zweener Brüder Jesu. 2gS
Gottheit, Verkennung der ganzen Person J.'su;Jrrlhum eines historischen Umstandes der Lebens-geschichte wars, auf den angezciglen Wegen mensch-lich und verzeihlich.
4. „Endlich waren die Ebioniten enthaltsam,„wuschen und reinigten sich nach der Berührung;„voraus, sagt Epiphanius, rühmten ste sich gar„der Jungfräulichkeit/ JakobuS/ deS Bruders„Jesu wegen" — kann es sich deutlicher cntwik-kckn? Was soll hier Jakobuö/ der Bruder desHerrn/ mit dem Eindruck der Jungfräulichkeit/den er ihnen gegeben: wenn der heilige Nasiräernicht ihr Lehrer, wenn die ersten Nazaräer nichtihre Brüder waren? „Ihre Bücher schreiben sie an„die Aellcstcn und Jungfrauen!" Sind die BriefeJohannes / des Mitlchrers Jakobuö / nicht alsogeschrieben? Ware eS ein böser Ruhm, wenn siedies Lob erhalten hätten? Da Epiphanius zu sei-ner Zeit schon ganz das Gegentheil zeugte. Bisin jene Welt hinüber erstreckt Johannes Offenba-rung die Bilder solcher Gottescrkohrncn. „Sie„sind Versiegelte des Lammes! jungfräuliche Jung-„linge, die dem Lamme folgen, unbesuldcte Nasi-„räcr Gottes!"
Siehe, so weit breitet sich der Schatten Ja-kobus und seiner ersten Mitlehrer bis auf die ver-fallensten Reste ihrer Schüler. — Bleibt, zu die-sem Ursprünge zurückgeführt, die Geschichte derNazaräer und Ebioniten das verflochtene Gewirre,mit dem wir uns, rettend und anketzernd, ganzohne Noth tragen?