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Religion und Theologie Theil 8 (1828) Erläuterungen zum neuen Testament. Briefe zweener Brüder Jesu in unserm Kanon
Entstehung
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Das ist der Briif Jakvbits, so viel eS mirmöglich schien, auch im Charakter seiner Schreib-art bis auf Gedankcnreihe und Wortfügung: Lu-ther nannte den Brief strohern: die Strohhülle er-klärt sich aus dem vorigen; in ihr aber ist vielnahrhafte Frucht.

Es wäre thöricht, einen Brief kommcntiren zuwollen, der so leicht zu verstehn, und so schwer zuumfassen, zu ergründen, zu halten ist: der Kom-mentar wie die Paraphrase schwemmt immer dieSprache des Herzens und der Pflicht aus einander,zur kalten Sprache des Verstandes. Ich streue bloSAnmerkungen im Gesichtspunkt meiner Abhandlungfreu ihm nach.

Welch edler Mann spricht im Briefe! Tiefe,unablässigticfe Geduld im Leiden! Hoheit in derArmulh! Freude in Traurigkeit! Einfalt, Lauter-keit,^ feste, gerade Zuversicht im Gebete! KeinemZustande ist er mehr feind, als dem Unglauben,der kelinmüthigcn zehrenden Vernünftelci, dem dop-pelherzigen Wesen. Welchen Zugang aber weiß erzu Gott! spricht von Kraft auch Wunderkraft deSGebets als von der gewissesten, unfehlbarsten Sache,herzlich, aus Erfahrung, mit bestimmten Fallenund Proben Z'wahrlich ein Man« voll heiligen Gei-stes, ein Beter, ein Jünger Jesu.