Brief-
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fast unüberwindlichen Gemüthskampf deS Redlichengültig entwickelt? — Auf der andern Seite welcheehrliche Festigkeit! Die Sache lag ihm wirklich amHerzen : er kämpfte: und da ihm Hülfe ward, wegwarf der treue Mann Kleinkreisigkeit, Boruriheileund Zweifel, unter denen, ihm so lieb, sein jüdi-sches Herz krankte!
In der Apostelgeschichte finden wir also Jako»bus schon auf Seiten des Christenthums, im Zu.trauen der Apostel, und da sehn wir auch aus sei-nem Beispiel, wie Christenthum und Geist Gottesdas Gemüth des Menschen nicht umkehre / aberveredle! Wie jedem Apostel noch sein Gesichts-punkt, sein Körper, seine Gaben, seine Geschick-lichkeit, Uebung und Gewohnheit blieben, alle abergelautert, lichtrein, angeflammt erscheinen aufs Gute;so bei Jakobus. In der Zusammenkunft der Apo-stel übers väterliche Gesetz sehen wir den Schattendessen, was er gewesen; er spricht Petro ein, derdas Judenthum auf einmal zu laut abschaffenwollte; aber, als ob er nicht einsprachc, schweigendgeht er den dritten, den weisen Mittelweg der Dul-dung unter den Juden, der Freiheit unter den Hei-den, und seine Stimme entscheidet. Da Paulusunter den Heiden wegen der einschleichenden Juden-apostel scharfer gehen mußte, scheint er noch aufdem Wege*). Paulus aber gieng seine Bahn fort,
*) Gal. 2, 11, rZ, Man sieht zugleich, welch Ueber-gewicht der judaisirende Jakobus über Petrus ge-habt habe, was ayf den Sohn AlpheuS gar nicht