zw eener Brüder Jesu.
247
Was ist wahrscheinlicher, als daß Jakobus, derEiferer, der Beter, zugleich der Bruder Jesu, vondem ihm zubereiteten , jetzt nahenden Gewitter mitam frühesten wußte? Vielleicht wandte er sich, daers nicht abwenden konnte, deswegen zu Jesu,that noch was er thun konnte, mit Rath, Vorstel-lung erweichender, wohlgemeinter Bitte; da er aberhörte, „es sey sr'M LooS! er könne und müsse„und werde dem Tode nicht entgehen! hörte zugleich„von Auferstehung, von Auferstehung am dritten„Tage!" in welchen letzten Kampf zum Ucberwin-den kam nothwendig sein redlich, brüderlich Herz I„Siehe, ec sagt feinen Tod vorher, geht freudig,„unschuldig wie ein Held zum Tode — nicht zum„Tode, sondern zur Auferstehung am dritten Tage !„Ec, der also gelebt, gedacht, gewirkt hat, so an-„gekündigt worden — wenn das geschieht, so fort„alle Zweifel ! so stellt Gott ihn dar und rechtfer-tigt ihn durch Allmacht" und siehe! da schwörtder ringende Mann sein harrendes Gelübde. — Kei-ner der Jünger wartete also: Kleophas sagte: „wir„Hoffeten ; aber der dritte Tag ist da — einige„Weiber haben uns erschrecket u. f." der zweifelndeFremdling aber fastet, wartet. Und siehe da! cs istJesus! erscheint ihm unter den ersten „nun iß dein„Brod, mein Bruder! denn des Menschensohn ist„auferstanden von denen die da schlafen: überwun-den sind deine Zweifel; du bist mein! " WelcheGeschichte der zcittrcffenden Bruderliebe Jesu; welchein Beweis der unermüdetcn Sanftmuch, die auchden Zweifelnden nicht wegwirft, auch den hartnäckig-sten , durch Vorurtheile von Jugend aus genährten,