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Religion und Theologie Theil 8 (1828) Erläuterungen zum neuen Testament. Briefe zweener Brüder Jesu in unserm Kanon
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jweener Brüder Jesu. »40

nem Tode, der vorige JakobuS. Wie wenige der-gleichen Strenge und Gerechte mochten damals ge-funden werden, und wie mehr mußte er vor denAugen des Volks in der gedruckten, elenden Zeitals ein Hülfanrufcr, als ein Fels des Landes undder Religion da stehn! Vielleicht der edelsteEssäer!

Wie stimmte er aber nun zum Zwecke Jesu!Wie verschiedenen Weg gieng ihr Leben! Der Einehieng, obgleich vielleicht mit vieler Niedlichkeit, sosehr am äußern Gerüste, das der Andere abzuwer.fen gekommen war, damit ein neuer Bau würde.In diesem war Geist Gottes, Kraft vom Himmel:das bei jenem durch Strenge, Fleiß, Eifer, Gesetz-heiligkeit von der Erde ersetzt werden sollte. WieFeuer und Wasser, Licht und Scherbe war ihrWesen gegen einander für den guten Jakobuswas für ein unvermerkt abgleitender Weg zum Kalt-sinn, zur Entfernung, zur geheimen Nacheiferungder Gaben des Gottesgesandten, zum brüderlich,warmen aber blinden, falschen Religionscifer. Da-her sodenn bei den Pharisäer» noch mehr Hochach-tung , daß er Kdkbail sagte, Muttcrraih und Bru-derbanden sich entwand und trotz dem Anhänge fei-nes abweichenden Bruders im Gesetz der Väter ver-harrte : noch mehr Zutrauen des Volks, dessen Fe-stung er auch hier blieb, trotz seiner Verwandten,von denen er sich nicht hinrcißen ließ. Und wennJesus ihn nun trug, die Redlichkeit seines Herzensansah, still fortgieng, und ihn zu retten schon sein«bessere Zeit wußte wie hoch ist auch da der WegEotteS über die Wege der Menschen!