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Religion und Theologie Theil 8 (1828) Erläuterungen zum neuen Testament. Briefe zweener Brüder Jesu in unserm Kanon
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noch Salome etwa gezeugt haben.*) Hat er siedenn doch nicht von der GvtteSgebärerin Maria!Maria kann sich denn der achtzigjährige Greis et-wa, wie David die Abisag V0N SUNkM wählen,und wenn die Schatzung kommt, führt ihn dasfalsche Evangelium Jakobi redend ein**): daß erwohl wisse, wie er sich und seine Söhne aufzeich-nen lassen werde: was soll ich aber mit dem

Mägdlein (die seine verlobte Braut war) machen?"Eine so schöne Sage hielt genanntes falsches Evan-gelium Jakobi fest, bis Hieronymus sie alseinNarrengeschwatz aus Apokryphen geschöpft," ver-warf***); nichts besseres aber an die Stelle setzte.Man weiß, in welchen Zeiten HieronyMUS lebteund wie mönchisch er schon dachte! Er brachte alsoden andern Wahn mit hundert Widersprüchen undkeinem Grunde aufKleophas zugebrachte Söhne!"Das gieng mit vielen Ausschmückungen die Mönchs«zeiten herunter, bis ein Neuerer die Doppelehe Jo-sephs hinzusetzle. Alle drei Hypothesen zerstöreneinander, und die Evangelisten zerstören alle drei:jedes Wort von den Brüdern Jesu ist ihnen ent-gegen. Ich denke, wir sind aus den MönchszeitenGottlob! so weit heraus, daß wir die Evangelistenkönnen sagen lassen, was sie sagen: Maria / kanndie heilige von Gott erwählte Mutter Jesu undJesuS der heiliggeborne Erlöser der Welt seyn,

*) S. tHitsia bei k'adric. 6oä. preuäepigr. dt. 1°,

") kadi-ic. tlocl. püeuäepizr. dl. 1°, x. 95-

I., 2 . in MÄttli,