„noch Salome etwa gezeugt haben.*) Hat er sie„denn doch nicht von der GvtteSgebärerin Maria!„Maria kann sich denn der achtzigjährige Greis et-„wa, wie David die Abisag V0N SUNkM wählen,„und wenn die Schatzung kommt, führt ihn das„falsche Evangelium Jakobi redend ein**): daß er„wohl wisse, wie er sich und seine Söhne aufzeich-„nen lassen werde: was soll ich aber mit dem
„Mägdlein (die seine verlobte Braut war) machen?"Eine so schöne Sage hielt genanntes falsches Evan-gelium Jakobi fest, bis Hieronymus sie als „ein„Narrengeschwatz aus Apokryphen geschöpft," ver-warf***); nichts besseres aber an die Stelle setzte.Man weiß, in welchen Zeiten HieronyMUS lebteund wie mönchisch er schon dachte! Er brachte alsoden andern Wahn mit hundert Widersprüchen undkeinem Grunde auf „Kleophas zugebrachte Söhne!"Das gieng mit vielen Ausschmückungen die Mönchs«zeiten herunter, bis ein Neuerer die Doppelehe Jo-sephs hinzusetzle. Alle drei Hypothesen zerstöreneinander, und die Evangelisten zerstören alle drei:jedes Wort von den Brüdern Jesu ist ihnen ent-gegen. Ich denke, wir sind aus den MönchszeitenGottlob! so weit heraus, daß wir die Evangelistenkönnen sagen lassen, was sie sagen: Maria / kanndie heilige von Gott erwählte Mutter Jesu undJesuS der heiliggeborne Erlöser der Welt seyn,
*) S. tHitsia bei k'adric. 6oä. preuäepigr. dt. 1°,
") kadi-ic. tlocl. püeuäepizr. dl. 1°, x. 95-
I., 2 . in MÄttli,