fälsche Begriffe anführt, er diese ja widerlegen,umbildcn, ihre Nichtigkeit zeigen können, wie ercs, bei Johannes insonderheit, so oft thut. Esverstünde sich von selbst, daß, wenn jene ein fal-sches Wort/ ein falsches Licht/ ein falsches Lebensuchten: er sie auf die rechten Ideen dieser Art
führen könnte, eben indem er ihre Ideen berichtigtund widerleget: denn Ausdrücke bilden sich ja erstim Gebrauch dessen, der sie mit Ideen begabt
und verbindet-So dachte ich*); aber, ich
weiß nicht, woher eine Reihe Freunde und Feindeanders dachten. Diese glaubten, aus Gründen,die sie selbst wissen mögen, da ich das gerade Ge-gcntheil sage, ,,ich hatte Christum aus Zoroastee,,(dem einfältigen Fabelnamcn!) deducicen wollen,,und ihm Joroasters Philosophie Schuld gegeben"— eine Thorhcit, von der ich im ärgsten Fiebernicht zu träumen vermöchte, so sehr ist der ganzeAnblick der Evangelisten / die ganze Lehre undAbsicht Jesu dem fremden Gemisch von Ideen ent-gegen. Phantasicreiche Freunde sind gar weiter ge-gangen und haben in den reinsten, klarsten Begrif-fen Jesu eine Art philosophisch - orientalischer My-stik gesucht, vor der ich schaudere, und mir, stattihrer, lieber jene gehässige Deutung, die doch end-lich nur auf mich fallt und andern nicht schadet,zurückwünsche. Wenige haben den reinen Zweckdes Buchs, der bloß ein Factum, Aehnlichkcit,Sprachgebrauch anbelrifft, eingesehcn und meinesWissens noch niemand ihn litterarisch, unbefangenfort- und zurückgeführt."
*) Erläuter. zum N. T. rc.