sogleich tiefer: um ihn wird Finstcrniß und Dürre:ihm ist dns unmittelbare innige Gefühl der Gegen»wart des Vaters ferne: und wir sehn ihn in die-sem Zustande noch am Kreuz, nahe seinem Tode,wo über Schmerz und äußerliches Leiden Alles schonentschieden war: er führ sich seiner irdischen Aus-losung schon nahe, und seufzet noch: mein Gott!wie hast du mich verlassen! — was wird deut-licher, als die Empfindung des Psalms, aus demer betet? Sr fühlet sich gottverlassen, des Him-melreichs beraubt in diesen Stunden: aufgelöstesWachs, irdene Scherbe. Die äußern Feinde wa-ren Opferer nur, Ausrichter des Willens Gottes;dieser Wille Gottes warS, damit er kämpfte —nein , nicht kämpfte, geduldig sich unter ihnschmiegte! Im tiefsten Zustande der Versuchung,der Unterstützung des Himmelreichs beraubt, alsScherbe lag er am Boden; und siehe, die irdeneScherbe stand auf dem Abgrund des Unermeßlichen,trug den Rath Gottes im Unermeßlichen, zittertedreimal und wankte nicht! — Ein Zustand überallen Ausdruck, den wir nur aus seinen blutigen,das ganze Gefäß der Menschheit zersprengenden Wir-kungen kennen, der durch alle seine Leiden, bis ansLebensende forldauerte, in dem er starb — und indem er so großmüthig und stille aushielt, betete,litte und glaubte. „ES kommt der Fürst dieser„Welt und har nichts an mir! Ich muß mich„zuvor taufen lassen, mit einer Feuertaufe; wie„ist mir so bange, bis sie vollendet werde. Er„hat am Tage seines Fleisches Gebet und Fle-„hen mit starkem Geschrei und Thränen geopfert
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Religion und Theologie Theil 8 (1828) Erläuterungen zum neuen Testament. Briefe zweener Brüder Jesu in unserm Kanon
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178
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