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Religion und Theologie Theil 8 (1828) Erläuterungen zum neuen Testament. Briefe zweener Brüder Jesu in unserm Kanon
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sogleich tiefer: um ihn wird Finstcrniß und Dürre:ihm ist dns unmittelbare innige Gefühl der Gegen»wart des Vaters ferne: und wir sehn ihn in die-sem Zustande noch am Kreuz, nahe seinem Tode,wo über Schmerz und äußerliches Leiden Alles schonentschieden war: er führ sich seiner irdischen Aus-losung schon nahe, und seufzet noch: mein Gott!wie hast du mich verlassen! was wird deut-licher, als die Empfindung des Psalms, aus demer betet? Sr fühlet sich gottverlassen, des Him-melreichs beraubt in diesen Stunden: aufgelöstesWachs, irdene Scherbe. Die äußern Feinde wa-ren Opferer nur, Ausrichter des Willens Gottes;dieser Wille Gottes warS, damit er kämpftenein , nicht kämpfte, geduldig sich unter ihnschmiegte! Im tiefsten Zustande der Versuchung,der Unterstützung des Himmelreichs beraubt, alsScherbe lag er am Boden; und siehe, die irdeneScherbe stand auf dem Abgrund des Unermeßlichen,trug den Rath Gottes im Unermeßlichen, zittertedreimal und wankte nicht! Ein Zustand überallen Ausdruck, den wir nur aus seinen blutigen,das ganze Gefäß der Menschheit zersprengenden Wir-kungen kennen, der durch alle seine Leiden, bis ansLebensende forldauerte, in dem er starb und indem er so großmüthig und stille aushielt, betete,litte und glaubte.ES kommt der Fürst dieserWelt und har nichts an mir! Ich muß michzuvor taufen lassen, mit einer Feuertaufe; wieist mir so bange, bis sie vollendet werde. Erhat am Tage seines Fleisches Gebet und Fle-hen mit starkem Geschrei und Thränen geopfert