juin n euen Testament. 177
der Jünger so lobpreisend schied und sich als Opferder Liebe seinem Vater weihte, beginnt eine dunkleStunde der Einsamkeit, der Angst, des Traurens,die alle Evangelisten sorgfältig zeichnen. Sie müß-ten sich also ihrer wenigstens nicht schämen.
„Also wars eine Stunde der Todesfurcht, die„ja so viele Märterer, die sich mit Enthusiasmus„Hingaben, nicht gefühlt haben!" Und wenn daswäre, Christus aber demungcachtet so willig underhaben litte, wie jeder in allen Evangelisten lesenkann, was wäre mehr? Eine Trunkenheit von Enthu-siasmus, selbst wenns eine göttliche Trunkenheitwäre, oder eine kalte, gar entkräftete, mattemenschliche Empfindung, die durch sich selbst auS-hält? Er gicbc sich ja unmittelbar darauf willighin, denkt an die Jünger und nicht an sich, stehtvor seinen Richtern als ihr Richter, so geht ec zumTode, so stirbt er. — Der kalte Christus wäreauch hiernach großer, als der enthusiastischeChristus.
Ob wir aber nicht aus andern Umständensehn, daß es mehr gewesen? Was will btt Engel,der ihn stärkt, cs kommt aber nur , daß er hefti-ger betet und tiefer ringet ? Wenn hier nur ei-nen Augenblick ihm ein Blick vom Himmel, einGefühl des GOMöboten *) wird — er sinkt aber
*) Hl, p. 627. Hmssissp. lrocl. tloapo-
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Herdkkj Werke i.Rel. u.rheel. VII t.
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