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Religion und Theologie Theil 8 (1828) Erläuterungen zum neuen Testament. Briefe zweener Brüder Jesu in unserm Kanon
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z u m neu e n T e s t a me n t. 17?

tcte sie die lichte Wolke: die Stimme sprach: undda sie Jesus aus ihrer Erstarrung weckte: war erallein!

Die Geschichte ist in jedem Umstande voll Ent-hüllung, die aber hier unseres Zwecks nicht scynkann. Was wars für ein Jesus, der bei sterbli-chem Leibe also ruhig und betend in die Herrlich-keit der Verklärten übergehen konnte! Auch nachseinem Tode durfte sein Leib nicht verwesen: nurgelobtet gieng er in seinen geistigen, himmlischenZustand über! Wie fern fühlten sich davon nochdie Apostel! Was mußte in ihnen noch vergehen,che sie an der Herrlichkeit Theil nehmen konnten!Wie eitel sind daher eine Menge Forderungen,Wünsche, Vcrmuthungcn, Hoffnungen doch dasAlles ist hier mein Zweck nicht.

Ein neuerer, glanzender und edler Schriftstel-ler*), der die Tugenden Jesu als Tugenden vonaußen (vielleicht ohne Kraft und Quell woher sieflössen) wirklich schön gezeichnet, hat in seinem Sy-stem den sonderbaren Gedanken mit, als ob JcsuSnur unter dem Joch eines dunkeln, blinden Schick-sals, ohne Anschauung, wozu er oder sein Leidenbestimmt sey? gelitten und sey im Glauben einerkalten und doch treuen Verzweiflung gestorben Sollte ein Mensch, der kein System hat, unddie Evangelisten, insonderheit Johannes von An-fänge zu Ende, Matthäus vom sechszehnte Eapitel,

') Crügotts Predigten Th. 2.