zum neuen Testament. 141
Der Wundcrthäter und WunderempfangcnLc wer-den Eins: Die zwei oder Drei werden innig Eins,warum sie bitten wollen, und fassen in höchsterReinigkeit der Seele die Kette alles Guten — eösollte ihnen widerfahren / spricht Jesus, warumsie auch baten: sie würden weit größere Dingekhun (auf die äußere Masse oder den Grad desWunderbaren komme cs dabei im mindesten nichtan!) alö er selbst gethan habe. Nur müßten sieim Himmel/ im Geist wirken. Nichts könne aufder Erde loS werden, was im Himmel gebundensey, und eben dadurch, daß Himmel und Erde sobei ihnen Eins sey, würde, was sie auf Erden lö-sen würden, auch im Himmel los seyn. Wäre esmöglich gewesen, daß der Versucher Christum zumWunder am Steine, zum Lustsprunge u. dgl. ausLiebe zum Irdischen, zur Bequemlichkeit, aus Hun-ger, Mißtrauen und Versuchung Gottes gebrachtbatte: der Satan hatte überwunden! das Wunderhätte nicht gelingen können! denn ein Irdischer,ein Gottesfcind, ein Teufel hätte es versucht — cswar aber nicht möglich! Wir dürfen zu unsererZeit nicht erst streiten und zuletzt beweisen, daßNNö keine Wunder möglich sind; das weiß jeder,der Christum gefühlt hat und uns siehct. Auch diebesten von uns sind Erde, und da, hat Jesus langstgesagt, ist Nacht/ da Niemand wirken kann. /Ich erläutere mißverstandene Stellen einzelnerWunder. 1. An der Regung deö Teichs durchden Engel*) hat man sich so gcrachet, daß der
*) Joh. b, h.