zum neuen Testament. 129
Großes Borbild Jesu, wie für alle Versuchun-gen unsres Lebens, so für das, was in uns Wie-dergeburt/ Geist/ Reich Gottes/ seyn soll. Wanndiente er sich selbst? mit welchem Worte, mit wel-cher halben Schcinthat suchte er seine eigne Bequem-lichkeit und Ehre? Warum? er blieb im WillenGottes! den Willen des Vaters zu thun, war ihmTrank und Speise. Was er im Geiste angefangenhatte, wollte er nicht im Fleische vollenden. Erwar das ausgcdrückte Bild des Wohlgefallens, derThat Gottes. Und wann wurde er ein Vorbildcingezwungner, dunkeler, mystischer Zustande? Woin seinem Leben ist ein Wink, diese Bahn zu gehnoder sich darauf zu zwingen? Und doch war ers,der die ganze Wiedergeburt und Fülle des ReichsGottes brachte! Denke dir Jefum in seiner Taufe,bei seiner Versuchung: in der größten Dunkelheit,wie reinbcstimmt, lichthelle! Alle willkührliche Mo-delle und Abschrankungen nach Mustern der Einbil-dung müssen dir vergehen: denn siehe! die reinsteWiedergeburtssprache ist daher, und nicht aus Trau-men der Vetteln! Siehe da Christus!
Im ganzen Johannes bleibt also die TaufeJesu eins der Hauptmomcnte seines Lebens. Erkommt mit Wasser und Blut! sagt der Jüngerin seinem Briefe — (ein Ausdruck, der dem chal-daischen Heiligthume entlehnt war.) Der mit Was-ser und Feuer kommt ! hieß nämlich der dienendePriester *). Wasser UNd Blut / Taufe und Todwaren die zwei Heiligthümer des Lebens Jesu.
*) s. III. Zend-Av. x. 56g. Raspi.Heeders Werke z. Net. 11 . Thevl. VIII» I