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Religion und Theologie Theil 8 (1828) Erläuterungen zum neuen Testament. Briefe zweener Brüder Jesu in unserm Kanon
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zum neuen Testament.

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Bräutigams steht von fern und freut steh hochüber des Bräutigams Stimme ein Bild, dasman aus angeblichen Gebrauchen der Schlafkammcrabscheulich ausgelegt hat. Nach chaldaischen Sit-ten*), in denen dies ganze Evangelium geschriebenist,, und die großentheils auch in Judäa üblich ge-worden, warVermahlung ein Freudenfest fürBracht, Bräutigam und alle Freunde. Der Pa-ranystiphus führte die Braut zu: der Zug gicngmit Frcudengeschrei, Bräutigams Stimme voran',und Freunde und Anverwandte folgten. Ja daKinder für den größten Segen Ormuzd **) undfür die Brücke zum Himmel gehalten wurden, soführte der Kinderlose einem andern die Braut zuin seinem Namen, daß er durch ihn wachse/freuctc sich also über BrätttigamS Freude : dennseine eigene Freude war nun erfüllet" Wieedel, wie treffend wird das Bild hier! Er MUßwachsen u. f.

Johannes sagt: ich bin von der Erde undrede von der Erde. Er ist der Herr vom Him-mel/ zeugt/ was er im Himmel gesehn und ge-hört hat und sein Zeugniß nimmt niemand auf.

*) S. Z cn d-Av. III. x- 553- 55g. v-agescivil, ei relig. Vgl. Schöltgen S.

33g. u. f,

") Das Weib wird durchs Kinderzeugen selig:war also ganz im Sinn Orients. Die Bedingungsteht auch gleich dabei im Spruche des Apostels.

Herder» Werk ,. Net. u. Theol. VIII. H