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Religion und Theologie Theil 8 (1828) Erläuterungen zum neuen Testament. Briefe zweener Brüder Jesu in unserm Kanon
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108
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rv8 Erläuterungen

Vor der Gefangenschaft nämlich, im A. T. istdie Taufe der Juden gewiß unbewiesen: sic haktenim Gesetz Moses Waschungen, aber keine Taufe.Nach der Gefangenschaft, und insonderheit im N.T. ist alles voll Taufen Ehaldaa ist also wohlder Ursprung und der jsts offenbar.Da diese Rc-,,Iigivn und Weisheit nämlich alles aus Begriffender Reinigkeit und des Lichts bildete: so wurde

Abwaschung natürlich der Zugang zum Lichte,das ferne erste Bild der irdischen Reinigung derElemente. Wasser also, hieß cs in ihrer verkla-genden Philosophie, das sanfte, goldene, hülfrei-,,che Wasser war die Tochter Gottes, die Liebe al>,,ler guten Geister von Ormuzd zunächst dem Lichterschaffen. Es floß vom Himmel aus seinemSchoos, entspringt da ewig , umfließt die Erde,reinigt und belebt die ganze Natur, führt alleSamen des Lebens in sich, ist die heilige Rüstung,die Gott dem Menschen gab gegen Unreinigkeit,Tod, Faule, Verwesung. Wasser mit dem Wortegebraucht, sagten sic, zernichtet die Kräfte des-sen, widersteht den unreinen Geistern: cs wardangerufen: alle Weihungen vom Bösen und Sal-bungen zu höherer Vollkommenheit geschahen durchTaufe*). Die ältesten Nachrichten, die wir vonden Mithragehcimnisseil**) haben, reden, wie-wohl äußerst verstümmelt, von Taufacbräuchen,

") S. Zend. 1°. Hl. p. 5Z8-S50. Lru x. S68-670. ?,irets, piiri6cstioii.

") S. Hyde rȆA. vet. kers. v. 4.