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Religion und Theologie Theil 8 (1828) Erläuterungen zum neuen Testament. Briefe zweener Brüder Jesu in unserm Kanon
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Erläuterungen

auch an Einfalt, Gewißheit und Andacht ein Zugder Sterne/ und daß wir ihn heute so unpolitisch,unastronomisch, abergläubig, thöricht und lächerlichfinden, zeigt, daß wir der Sprache dieses Sternswohl nicht gewürdigt gewesen wären. Der Son»nenzcigec der Schriftgelehrten wies nach Bethlehem:sie zogen aber nicht mit. Der einzige politischeHerodcS wollte kommen und das Kindlein auch an-beten: die Ehre ward aber verbeten.

Uebrigens überhäuft man die Geschichte mitUngereimtheiten, wovon sie nichts weiß. Sie gien-gen nach der Hauptstadt des Landes, weil sie einenKönig suchten; und bezogen sich nicht darauf, daßsie der Stern drei Ellen hoch über ihrem Hauptedahin geleitet habe. Ihre Bezeichnung selbst desLandeö/ wo Jesus geboren werden sollte, war,wie gezeigt worden, ganz anderswoher. Man wiessie nach Bethlehem: der Stern zeigte ihnen wiedernicht dahin. Sie zogen den Weg natürlich, durchmenschliche Führer: so fanden sie (denn im kleinenFlecken Bethlehem mußte durch die Hirten- UNdEngelgeschichte die Geburt Jesu bekannt genugseyn!) das Haus, weil man's ihnen als den Orteines wunderbaren himmlischen Kindes zeigte. Und jnun Heil ihnen! glückliche Weißagung! nunsahn sie de» Stern wieder, ihren himmlischen Füh-rer: sie waren nicht irre: der Stern stllNd da /

wo daö Kindlein war ; es mußte das Kindleinseyn, wo der Stern war. Wie einfältig und kräf-tig beschreibt das der aller gelehrten Sternkundeund Völkerstaalsweisheit glücklich-unwissende Mat- lthaus! Ich weiß nicht, wer die Erscheinung eines