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Erläuterungen
auch an Einfalt, Gewißheit und Andacht ein Zugder Sterne/ und daß wir ihn heute so unpolitisch,unastronomisch, abergläubig, thöricht und lächerlichfinden, zeigt, daß wir der Sprache dieses Sternswohl nicht gewürdigt gewesen wären. Der Son»nenzcigec der Schriftgelehrten wies nach Bethlehem:sie zogen aber nicht mit. Der einzige politischeHerodcS wollte kommen und das Kindlein auch an-beten: die Ehre ward aber verbeten.
Uebrigens überhäuft man die Geschichte mitUngereimtheiten, wovon sie nichts weiß. Sie gien-gen nach der Hauptstadt des Landes, weil sie einenKönig suchten; und bezogen sich nicht darauf, daßsie der Stern drei Ellen hoch über ihrem Hauptedahin geleitet habe. Ihre Bezeichnung selbst desLandeö/ wo Jesus geboren werden sollte, war,wie gezeigt worden, ganz anderswoher. Man wiessie nach Bethlehem: der Stern zeigte ihnen wiedernicht dahin. Sie zogen den Weg natürlich, durchmenschliche Führer: so fanden sie (denn im kleinenFlecken Bethlehem mußte durch die Hirten- UNdEngelgeschichte die Geburt Jesu bekannt genugseyn!) das Haus, weil man's ihnen als den Orteines wunderbaren himmlischen Kindes zeigte. Und jnun — Heil ihnen! glückliche Weißagung! — nunsahn sie de» Stern wieder, ihren himmlischen Füh-rer: sie waren nicht irre: der Stern stllNd da /
wo daö Kindlein war ; es mußte das Kindleinseyn, wo der Stern war. Wie einfältig und kräf-tig beschreibt das der aller gelehrten Sternkundeund Völkerstaalsweisheit glücklich-unwissende Mat- lthaus! Ich weiß nicht, wer die Erscheinung eines