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Religion und Theologie Theil 8 (1828) Erläuterungen zum neuen Testament. Briefe zweener Brüder Jesu in unserm Kanon
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zum neuen Testament.

glaubt man Wunderdinge gethan zu haben, wennman z. E. einen Grotius über seine Genugthu-img nach Natur- und Völkerrecht widerlegt hat!Der juristische Historiker, für dessen Philologie ichübrigens die größcste Hochachtung habe, wollteim Alter selbst seinen Traktat widerlegen und wardarum doch nicht weiter! Vom Juristen TertUlliaUan, durch alle Feudalzeiten hindurch, konnte mannicht genug schlechte Lehllö - und Gttichtöbegriffezu Einkleidung der Lehre beibringen: man prüfeund scheide sie, wie man will; die Lehre selbstaber ist der wesentliche Begriff der Schrift.

Oder das Alles ist nur Opfersprache der

Lichts, Weges. Das vor Gott (E-r--»-,r» 0---) ist kein blos Juristisches vordem Richterstuhl e, sondern eine hebräischeRedensart der thätigsten Beziehungen und Ein-flüsse. S. Vorsr. kllil. 8. p. Zgz. ata. DaGott nämlich immer und ewig der Grundquellalles Daseyns, aller Kraft und Glückseligkeit desMenschengeschlechts ist, von dem jede Sündethatlich entfernet: so muß es ja auch immerHauptausdruck des Erlösungswerks Jesu seyn,daß er uns aus dem entfernenden Zustande, dersich selbst immer mehr Strafe ist, zurückholeund in die thätige Gnade und Gemeinschaft Got-tes bringe. Die Hauptsumme, wie dies allesmöglich und wirklich, ward, heißt die Versöh-nung, die Erlösung Jesu! wahrlichder würdigste und wahrcste Begriff, ohne den ichvom Zustande meines Geschlechts nichts begreife!