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Religion und Theologie Theil 8 (1828) Erläuterungen zum neuen Testament. Briefe zweener Brüder Jesu in unserm Kanon
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Erläuterungen

fahrungen und Untersuchungen dieser Art nni mei-sten aus dem Wege. Was in die Sinne, unterZahl und Maas fallt, das sehn, das untersuchenwir; was mechanisch abgchandclt werden kann, dasind wir die größten Meister. Erfahrungen derSeele sind schon lange nicht so sehr unsere Sphäre,weil wir alle in einem einförmigen, künstlichen,zwang- und methodenvollen Zustande leben. Dieunsichtbare Welt ist uns endlich ganz verschlossen,weil wir mechanisch denken, mit Körpern körperlichleben und die Begriffe des Guten und Bösen selbstnur nach Bequemlichkeit, Zahl und Gewicht berech-nen. Wir schaun nicht an, viel weniger schaunwir Geister und wirkende Urkräfte ; wir sehn durcheine Brille und nennen allgemeine Worte. Wennein Apostel, ein Prophet Gottes, ein Geister durch-schauender Engel erschiene: ob er überall auch überdie moralische Kalte, Nacht- und Wahrheittrage,die wir rühmen, sich so mit Worten begnügen, undnicht einen ganz andern Sinn ins Reich des Gu-ten und Bösen zeigen würde, als wir?

Gewiß würde uns diese Lehre nützlich seyn,wenn wir sie brauchten, wie sie das N. T. an-wendct, moralisch. Es ist nicht also, was eineneuere Hypothese vorgiebt, daß die Teufel im N.T. als indifferente Wesen, wie der Engel des To-des bei den Rabbinen und sonst bei den Morgen-ländern, Vorkommen; in der Lehre Jesu sind siedas eigentliche Sinnbild und die hartnäckigsten Uc-triebc des Bösen. Wo .auch Jesus einen ärgerli-chen, fleischlichen Gedanken, wenn auch in-seinemPetrus, siehet:hebe dich von mir, Satan, spricht