Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 8 (1828) Erläuterungen zum neuen Testament. Briefe zweener Brüder Jesu in unserm Kanon
Entstehung
Seite
19
Einzelbild herunterladen
 

Einleitung. 19

nur von einer Seite im Aufriß : wollte Gott,ich könnts von allen zeigen, insonderheit in EinemArtikel, den ich hier, der Gegner wegen, nur nachEiner VorstcllungSai't berühren mußte. Mein

Zweck war, zu zeigen, daß die Wotte Erlösung /Heiland, Ehristt/ Christus/ Name/ Priester/Glaube/ Sohn Gottes, König über die Engel/Wort/ Lichtreich/ Himmel/ selbst im heidnischenAberglauben, und im Liedegebrauch, wo sich dieseSprache herschreibc, mehr und etwas anders bedeu-teten, als es jetzt Mode ist, sie bedeuten zu lassen.

Kritisch zu meiner Quelle hatte ich viel zuwünschen gehabt, aus einer lateinischen UebersetzUngund nicht französischen Paraphrase, aus KirmaNund nicht aus Gusuratt erläutern zu können, mehrvon den Sabäern Und Johannesjüngern zu wissenu. f. , was hilft aber wünschen? Um so kenntli-cher muß ein Ding seyn, was sich auch noch ineiner französischen Umschreibung und aUS Indienher, ohne weitere Nachrichten Und VerMuthUngeNdessen, der's geliefert, so tkeu bleibt.

Wunderbar, wenn man dem entwickelndenGange der Vorsehung nachdenket! Dachte Chaldäadaran, daß es mit seinem LciMgckälh von Spracheeinem künftigen Gesandten Gottes, dem Sohn desHimmels, Gefäße bildete, die dieser Mit Geistdurchgießcn und wie einst bei der Schöpfung sichüus Chaos und Unrath eine lichte Gotteswelt bil-den würde? Dachte Judäa daran, daß da Gott dentkübgewordenen Trank von seinen Hefen abzög undln ein ander Gefäß zwang, wo et neue, noch trü-bere Hefen holte, daß die Gährung den Saft desLebens hervorbringcn sollte? Sie verkannten den