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Einleitung.
uns vorerst so gleichgültig scyn, als ob er sie miteigener Hand geschrieben. Genug, es ist die herr-schende Liturgie der Parsen in ihren Tempeln:die Bücher enthalten nichts als Ceremonicn undGebete. Sie sind also, was sie auch seyn mögen,Zend-Avesta, d. i. das lebendige Wort ihresGottesdienstes, und wie viel ist das schon!
r. In der Zendsprgche sind sie (die vornehm-sten nämlich und ersten) geschrieben, oder vielmehrdie alte georgische und mcdische Zendsprache er-halt sich nur noch in diesem lebendigen heiligenWorte, Zend-Avesta. Zn keiner andern Sprachekönnen die Gebete gesprochen, der Gottesdienst ver-waltet werden: das Heiligthum, die Erhörung undWirksamkeit klebt an der Sprache. Mit masoreti-scher Genauigkeit ist bemerkt: welches Gebet inZend, oder im jüngcrn Diakekt dieser Sprache, inPehlvi epistire ? wie die folgende Generation derParsensprache dieses und jenes dunkle Wort er-läutere? wo, wenn und wie, ob laut oder leise,stehend oder sitzend, vom Djonti oder Naspi undmit welchen Geberdungcn, z. E. Handhaben desStreitgnrtelö (Kosti) , ihres größten Heiligthums,jedes zu sprechen sey? die indische und SaiNökre-taitübersetzungen u. dgl. Ob ich daraus nun gleichnicht den mindesten Schluß auf die treue Ueber-setzung, innere Verständlichkeit oder gar kritischeGenauigkeit der alten Zendsprache machen kannnoch will: so ist doch das Gebäude dieser Litur-gien , Meinungen und Gebete uralt und sicher.Schon zu Artaxerxes Longimanus Zeiten war dieseSprache alt und kam von Hofe: ihre erste Abarten,