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Religion und Theologie Theil 7 (1828) Salomons Lieder der Liebe. Johannes Offenbarung
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491
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aus den Handschriften des Verfassers. 49-.

ohne Gesichte und Zeichen im Himmel zu uns durchdieselbe spricht, wie er dort, nur zu höhcrn Zwek-ken und auf wunderbare Weise, den Sinn dessen,was er erlebt halte, dem Jünger, der bleiben undseine Zukunft erwarten mußte, milkheiltc. OhneWahrnehmung solches Sinnes ist uns die Welt einPuppcnspiel und die ganze Geschichte eine Schat-tenlaterne; mit ihm wird sic uns voll Gottes, vollSprache auf uns, voll der innigsten zudringcndstenVorsehung.

Auf diesem Wege wird man auch nichts min-der als ein Kalenderprophet und ein politisch - odergar kirchlicher Zeichendeuter aus der ApokalypsiS

werden wollen. Die Gesichte halten sich

so genau an die jüdische Geschichte, haben auch,als Weissagung auf alle Zeiten betrachtet, so hohenStandpunkt , daß ein einzelner Ketzer oder Kaiserwohl sehr klein erscheinet. Es ist, wie zwischenZeit und Ewigkeit geschrieben, im Angesichte dessen,der war und ist und seyn wird, des Weltumsas-sers: der Geist desselben webt also allezeit und al-lenthalben. Im Himmel sah Johannes seine Bil-der und der Himmel umfaßt die ganze Erde. Glück-lich , wenn wir das Buch als Johannes Zeitgenos-sen, als seine Freunde, Liebhaber und als stilleForscher im Geist seines Lebens und seiner Schrif-ten lesen: dieser Geist, der Geist Christi und seinerSchüler, wird uns lebendiger leichter Schlüssel seyn,und vor Albernheiten der Auslegung und Anwen-dung uns bewahren."