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Religion und Theologie Theil 7 (1828) Salomons Lieder der Liebe. Johannes Offenbarung
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489
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aus den Handschriften des Verfassers. 489

wischen alle Thronen von ihren Augen: Tod wirdnicht mehr seyn, noch Geschrei noch Schmerz: dasErste ist vergangen." Und so lasset uns auch, diewir noch im Ersten sind, nicht durch Rathen derVernunft, sondern durch inniges Gefühl und Vor-schmack der Vorbereitung die Seligkeiten vorausneh-men, die auch hier schon unnennbar sind und un-aussprechlich. Welche Worte können Gefühl schil-dern ? und wie nun das sanfteste, Messe, innigste,lichtreinste Gottesgefüh! in uns, die Seele unsererSeele, Vorschmack des Einen, Ewigen, der Ewig-keit in dem, was Schrecken-, Schatten - undWurmgang unserer irdischen Zeit ist!"

Dreimal erschallt die Stimme vom Throne:Siehe, ich er n eure Alles! Wahrlich! Es ist vollendet! Dahin läuft und ent-wickelt sich alles im Kreislauf der Offenbarung.A und O! Anfang und Ende ist Gott! derAllumfasser, aus dem wir alle sind,durch den, und zu dem wir alle kommen!Der Lebensbrunn fließt, Geist der Allbelebung brau-set durch alle Adern und Gefasst der Schöpfung:wer dürstet, trinke von ihm umsonst.Kann der Staub sich selbst beleben? das Todte sichselbst beseelen? Es sinkt immer tiefer in Tod hin,wenn es die allbelebendc Sonne mit ihren Kräftennicht anzeucht, erhöhet, lautert. Summe dieserBelebung durch Einen, zu Einem großen Ziele istFülle der Religion, Inhalt der Natur und Offen-barung. Wer überwindet, der wird allesererben, Gott sein Gott, er der SohnGottes seyn, als ob es nur Einer wäre.