472 Aus. zum Eommentar über die Apokalypse,
Blendwerk, wird in den Wirbel fortgerissc», fälltvor dem goldnen Bilde anbetend nieder und spricht:Wer kann ihm widerstehen? Wer will mit ihmkriegen? Welche Wunder thut cS? Welche Talentefordert, belohnt und bildet es aus? Wer ist, denTitel, Gleichstellung, der welke Lorbeer des Nach-ruhms , Belohnung oder die Kette der üppigenFeigheit nicht niederwersen, und Gottes Geist inihm zur Fratze der Heuchelei und Schmeichelei er-niedre? — Seine Todeswundc wird heil, und diezertretenen Elenden thun nichts als bewundern,daß sie wieder heil ward, darob sie ihm um sowilliger dienen. Johannes ruft: ,,Wcr Ohr hat,„höre! wer tobtet, muß getödtet werden! dieß ist„die Zeit der Geduld und des Ausdaurens der„Knechte Gottes!"
. „Nur der betet an, der nicht geschrieben stehtim Buch des ewiggeschlachteten Lammes —welchen Blick giebt Johannes mit dem Einen Wort„Ewigkeit" im Opfer Jesu und seinem Buch desLebens über alle Blendwerke kurzdaucendcr Zeiten!"
„Da steht das andre Thier, in Schaafsklcidern,und inwendig wie ein Wolf leistend: Zwcihörnigwie das Lamm, und redet wie der Drache, undhat bei seinem Pcophetcnamt keine Absicht, als daßalle Welt jenem ersten Ungeheuer diene! ErhabnerZweck des Prophetenamis! schöne Ursache, daßFeuer vom Himmel falle und der Klotz des Thiersrede! Und dazu werden Künste aufgeboten und alleWunder geheimer Weisheit!"