von der Zukunft des Herrn. 289
Münze deutlicher erscheinen kann; jedes führt sei-nen Namen mit sich.
Die erste Erscheinung ist der Sieg , ein Sie-ger: auf dem weißen Triumphsrvß : Pfeil und Bo-gen in der Hand: sie reichen ihm den Siegskranz:er zeucht hin, ein Ueberwinder. Die zweite Er-scheinung ist der blutige Krieg / das Metzeln, dasWürgen. Sein Roß ist blutroth: er kommt, demLande die Ruhe zu nehmen, sie würgen sich untereinander: er bekommt das große Schlachtschwcrt —-Dem Blutvergießen folgt die TheueNlNg. DasRoß ist schwarz und unglücklich, vielleicht selbstdürre und verhungert: der Reuter hat die Waagein seiner Hand, Lebensmittel zu wagen: die Stim-me vom Thron bestimmt den Preis derselben, auchwas er beschädigen oder unberührt lassen soll —also ist auch hier keine Frage. Das vierte, schreck-lichste Bild erklärt sich selbst. Sein Reuter heißtTod/ d. i. die Pest, das Sterben: sein Roß istfahl und bleich: das Todenreich, ein Heer der
Schatten und Leichname folgt ihm nach. Auch wirdes sogar bestimmt, wodurch sie Schatten und Leich-name worden? nämlich durch alle vorigen Plagen,Schwert, Hunger, Pest und Thicre der Erde, diein der schrecklichen Noth und Verwirrung sich derUeberbleibsel erbarmen. Die Plagen sind also EmGefolge: sie gehören auf einander und entsiegelnEin Schicksal. Auch ists völlig in der Sitte undBildersprache Orients, daß Boten des Schicksalsauf Rossen ziehen irr), da Rosse bey ihnen das an-
rn) Zachar. I, 8 — II.