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Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
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398
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3g8 VII. Vom Einfluß der Wissenschaften

Bösen sich durch Reisen einführen; sollten dieseder Regierung, zumal bei jungen Leuten, gleichgültigsenn? sollte es gleichgültig seyn, welche Schriftenübersetzt, welche fremde Muster insonderheit aufder Schaubühne nachgeahmt werden? DaSchauspiele und dergleichen neue, fremde Gemein-schaften doch immer die öffentlichsten undwirksamsten Ausbreitungen neuer Ideen undMaximen sind-

3. In unserem Zustande von Europa, bei derso großen, in einander greifenden Eoncurrcnz derStaaten, bei ihren so mancherlei) Verhältnissen,Zwecken und Hülfsmittcln, die sie auch in Wissen-schaften aus allerlei Zeiten haben, bei dem Gradevon Verfeinerung endlich, der in der Erziehung undDenkart ganzer Stände und Gegenden herrschet, wirdbeinahe aller Ealcul der Einwirkung sogeistiger feiner Medien unmöglich. Al-les fließt durch und in einander, Gesetze und Sit-ten, Wissenschaften und Gewohnheit; Eins bestimmtund vermindert das Andere, und in der Gesetz-gebung wird zuweilen .auf die größten Con-traste neben einander gerechnet. Hiergeradezu zu tadeln, eine Sache aus ihrer Verbin-dung zu reißen und zu verdammen, ist unnütz; plötz-lich zur spartanischen Strenge mit ganzen Landernzurückkehren wollen, ist lhöricht und unmöglich. DieAenderung fangt hier, wie überall, vom Einzelnen,vom Kleinen an. Wenn einzelne würdige Personenund Familien sich der Enthaltsamkeit auch inWissenschaften befleißen, die wahre Gesundheitder Seele und praktische Weisheit ist: