Druckschrift 
Zur Philosophie und Geschichte Theil 7 (1820) Postscenien zur Geschichte der Menschheit
Entstehung
Seite
326
Einzelbild herunterladen
 

326 VII. Vom Einfluß der Wissenschaften

Väter und Meister, jeder in seinem Stand' undAmte: ganze Provinzen würden in Wissenschaften,

wie in Brauchbarkeit mit einander verbunden undgleichsam lehrend und lernend nur Eine Akade-mie der Bildung. — Ich beschcide mich, daßdiese wenigen Linien, so unbestimmt angegeben,dunkel und vielleicht unpraktisch scheinen müssen; sobald ich sie erläutern könnte, blieben sie's nicht unddünken mich im höchsten Grade leicht und praktisch.Nur das Unnatürliche ist schwer; nur ein falscheZusammenordnung macht Verwirrung. Jede Fakul-tät zu einer p ra kti sc h en Akademie an ihrerStelle, an ihrem Ort geschaffen und hiernach dieWissenschaften der Provinz, des Landes geordnet-— wo ist der Lykurg und Solon, der diese neueAtlantis wirklich mache?

Endlich haben die Regierungen in neuern Zei-ten vorzüglich aus die Wissenschaften gewirkt, daßsie den praktischen, mechanischen Theilderselben aufgemuntert, nützliche Naturlehre,und Oekonomie, Schiffahrt, Mechanik,Handel, Waffen und Künste. Die Kriegs-kunst hat durch ihre Anführer die eigentliche Ge-stalt der Wissenschaft erhalten, und scheint sich dcmPunkt zu nahen, mit der wenigsten Bewegung durchwenig entscheidende Schritte, gleichsam als Duelltzweyer Armeen, als zwei Körper, in dcm der Ge-danke ihrer Führer wohnt, Vortheile zu gewinnenund zu enden. Die Künste des Friedens sindinsonderheit von der Seite des Nützlichen beför-dert worden. Akademien der Oekonomie wett-eifern ; die reichsten rind, ärmsten Lander auf ihre